Was ist das?
Die Ammoniakvergiftung entsteht, wenn sich zu viel giftiges Ammoniak (NH3) im Wasser ansammelt und die Fische darüber vergiftet. Ammoniak fällt fortlaufend als Ausscheidungsprodukt der Fische und aus zersetzten Futter- und Pflanzenresten an und wird normalerweise von nützlichen Bakterien im Filter zuverlässig abgebaut. Ist dieser biologische Abbau gestört, etwa in einem neu eingerichteten oder überlasteten Becken, steigt der Ammoniakwert an und schädigt vor allem die Kiemen und das Nervensystem. Betroffene Fische atmen angestrengt, stehen dicht unter der Oberfläche, wirken unruhig oder apathisch und können getrübte Kiemen sowie gerötete Stellen zeigen. Weil Ammoniak sehr rasch wirkt, kann eine Vergiftung schon innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden und mehrere Tiere im Becken gleichzeitig gefährden und schwer schädigen.
Typische Anzeichen
Folgende Symptome können auftreten:
- Schnappatmung an der Oberfläche
- gerötete oder geschädigte Kiemen
- Apathie, Taumeln, Fluchtversuche
Mögliche Ursachen
Hohe Werte entstehen durch:
- nicht eingefahrene Filterbiologie
- Überfütterung und Überbesatz
- fehlende Wasserwechsel
Was Sie tun können
Führen Sie sofort einen Teilwasserwechsel durch und stoppen Sie die Fütterung vorübergehend. Sorgen Sie für gute Belüftung und prüfen Sie die Filterfunktion.
Ammoniakvergiftung bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei einer Ammoniakvergiftung ist schnelles Handeln entscheidend, denn die Belastung kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Alarmzeichen sind mehrere Fische, die gleichzeitig angestrengt atmen, dicht unter der Wasseroberfläche stehen, unruhig wirken oder apathisch werden. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Fische in Schnappatmung verfallen, das Gleichgewicht verlieren, wenn gemessen hohe Ammoniakwerte vorliegen oder wenn bereits einzelne Tiere sterben; warten Sie dann nicht ab, ob sich der Zustand von allein bessert. Kontaktieren Sie in dieser Lage umgehend eine auf Fische spezialisierte Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie die betroffenen Tiere ohne Verzögerung dort vor. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, doch wenn niemand erreichbar ist, darf der Anruf die Fahrt nicht aufhalten.