Was bedeutet das?
Ein hängender Schwanz, der schlaff und bewegungslos herabhängt und nicht mehr aufgerichtet oder normal bewegt wird, deutet auf eine Verletzung oder Nervenschädigung im Bereich der Schwanzwurzel hin. Solche Schäden entstehen oft durch Stürze, Einklemmen des Schwanzes, einen Biss oder einen kräftigen Zug am Schwanz, etwa wenn die Katze irgendwo hängen bleibt. Besonders heikel ist, dass die Nerven der Schwanzwurzel auch die Steuerung von Blase und Darm mitversorgen. Eine schwere Verletzung in diesem Bereich kann deshalb zusätzlich zu Problemen beim Harn- oder Kotabsatz führen, was das Geschehen ernst macht. Ob und wie die Katze den Schwanz noch bewegen kann und ob sie normal absetzt, sind daher wichtige Beobachtungen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Beweglichkeit und Begleitsymptome.
- ob der Schwanz noch bewegt wird
- Schmerz an der Schwanzwurzel
- Probleme beim Harn- oder Kotabsatz
- Hinweise auf einen Unfall
Hängender Schwanz bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein plötzlich schlaff herabhängender Schwanz sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, da eine Verletzung oder Nervenschädigung dahinterstecken kann. Vereinbaren Sie rasch einen Termin, wenn die Katze den Schwanz nicht mehr anhebt oder bewegt, ihn nachzieht oder an der Schwanzwurzel schmerzempfindlich reagiert, besonders nach einem möglichen Sturz oder Unfall. Da die Nerven dort auch Blase und Darm steuern, ist eine Untersuchung wichtig, selbst wenn die Katze sonst munter wirkt. Achten Sie besonders darauf, ob sie normal Urin und Kot absetzt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der schlaffe Schwanz mit ausbleibendem Harn- oder Kotabsatz einhergeht oder wenn die Schwanzlähmung nach einem Unfall auftritt. Dann muss das Tier umgehend vorgestellt werden, da eine gefüllte Blase schnell gefährlich wird.