Der Schwanz der Katze ist beweglich und stark durchblutet, enthält aber auch wichtige Nerven, die bis zu Blase und Darm reichen. Wird er eingeklemmt, überfahren oder mit Gewalt gezogen, können nicht nur Wunden, sondern auch ernste Nervenschäden entstehen. Bewahren Sie Ruhe und nähern Sie sich Ihrer verletzten Katze behutsam, denn sie hat Schmerzen und kann abwehren. Sichern Sie das Tier zunächst ruhig und achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit. Das Grundprinzip lautet: Wunde reinigen, Blutung stillen und auf Nervenzeichen achten, ohne am Schwanz zu ziehen oder zu biegen. Unterschätzen Sie die Verletzung nicht, auch wenn sie äußerlich klein wirkt. Bei einem schlaff hängenden Schwanz, Problemen beim Kot- oder Urinabsatz oder offenen Wunden bringen Sie Ihre Katze sofort zum Tierarzt.
Sofort tun
- Beruhigen Sie Ihre Katze und halten Sie sie sicher, ohne am Schwanz zu ziehen oder ihn zu biegen.
- Spülen Sie die Wunde mit steriler Kochsalzlösung oder lauwarmem Wasser und stillen Sie eine Blutung mit sanftem Druck.
- Achten Sie auf Lähmungszeichen wie einen hängenden Schwanz oder Probleme beim Kot- und Urinabsatz und verkleben Sie die Wunde nicht.
- Suchen Sie den Tierarzt auf, besonders bei hängendem Schwanz, Inkontinenz oder offener Wunde, da Nerven betroffen sein können.
Nicht tun
- Schwanz nicht ziehen oder biegen
- Wunde nicht zukleben
- Nervenverletzung nicht unterschätzen
Wann sofort in die Klinik
Bei hängendem Schwanz, Inkontinenz oder offener Wunde sofort zum Tierarzt, da Nerven betroffen sein können. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.