Was bedeutet das?
Gichtknötchen sind weißlich-gelbe Ablagerungen, die unter der Haut oder in Gelenken sichtbar oder tastbar werden. Sie bestehen aus Harnsäurekristallen, die sich bilden, wenn sich zu viel Harnsäure im Körper ansammelt und ausfällt. Das passiert vor allem bei chronischem Wassermangel und zu eiweißreicher Fütterung, oft im Zusammenhang mit bereits geschädigten Nieren, die die Harnsäure nicht mehr ausreichend ausscheiden. Die Ablagerungen schädigen Gelenke und Organe und sind schmerzhaft. Weil sichtbare Gichtknötchen meist bedeuten, dass die Erkrankung schon fortgeschritten ist und die Nieren mitbetroffen sein können, sind sie ein ernstes Warnzeichen. Achten Sie darauf, ob mehrere Knötchen auftreten und ob das Tier zusätzlich schwächer wird oder schlechter frisst.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- wo die Knötchen sitzen, an Gelenken oder unter der Haut
- ob Gelenke geschwollen sind
- die Wasserversorgung und Luftfeuchtigkeit
- die Eiweißmenge im Futter
- Begleitzeichen wie Schwäche oder Appetitlosigkeit
Gichtknötchen bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Gichtzeichen sollten tierärztlich abgeklärt werden, da meist die Nieren mitbetroffen sind und die Haltung sowie die Fütterung angepasst werden müssen. Warten Sie nicht ab, denn Gicht schreitet ohne Behandlung fort und schädigt zunehmend Gelenke und Organe. Bis zum Termin sollten Sie auf eine gute Wasserversorgung achten und beobachten, ob weitere Knötchen auftreten oder das Tier an Gewicht verliert. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn mehrere Knötchen zusammen mit Schwäche und Appetitlosigkeit auftreten, da dies auf eine bereits weit fortgeschrittene Erkrankung mit Nierenbeteiligung hindeutet. Auch Gichtzeichen zusammen mit geschwollenen, schmerzhaften Gelenken erfordern rasche Hilfe. Je früher gegengesteuert wird, desto eher lassen sich die Beschwerden lindern und das Fortschreiten bremsen.