Was bedeutet das?
Beim Erbrechen von Haarballen würgt die Katze verschluckte Haare, die sich im Magen zu einem länglichen Knäuel verklumpt haben, wieder hoch. Weil Katzen sich bei der Fellpflege ständig lecken, gelangen viele Haare in den Verdauungstrakt; ein gelegentliches Hochwürgen ist daher normal, besonders bei langhaarigen Tieren und im Fellwechsel. Treten Haarballen jedoch sehr häufig auf oder würgt die Katze wiederholt erfolglos, ohne dass etwas hochkommt, kann das auf eine gestörte Darmtätigkeit, auf vermehrtes Putzen infolge von Juckreiz oder Stress oder auf eine Darmerkrankung hinweisen. Auch wenn ein Haarballen den Magen-Darm-Trakt verlegt, wird die Sache ernst. Häufigkeit, Erfolg des Würgens und der Allgemeinzustand sind daher wichtige Beobachtungen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Häufigkeit und Begleitumstände.
- wie oft Haarballen erbrochen werden
- ob das Würgen erfolgreich ist
- vermehrtes Putzen oder Juckreiz
- Begleitsymptome wie Appetitverlust
Erbrechen von Haarballen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Sehr häufiges Haarballenerbrechen, wiederholt erfolgloses Würgen oder zusätzliche Symptome sollten tierärztlich abgeklärt werden, da mehr als nur normale Fellpflege dahinterstecken kann. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn die Katze mehrmals pro Woche würgt, dabei an Gewicht verliert, weniger frisst oder gleichzeitig Durchfall oder Verstopfung zeigt. Da vermehrtes Putzen oft mit Juckreiz oder Stress zusammenhängt, lohnt sich auch ein Blick auf Haut und Verhalten. Achten Sie zusätzlich auf Mattigkeit oder einen aufgekrümmten Rücken. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Katze erfolglos würgt, ohne dass ein Haarballen kommt, und dabei apathisch wirkt, oder wenn häufiges Erbrechen mit deutlichem Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte das Tier umgehend vorgestellt werden, da eine Verlegung drohen kann.