Was bedeutet das?
Augenzittern, fachlich Nystagmus, bezeichnet unwillkürliche, rhythmische Hin- und Herbewegungen der Augäpfel. Es tritt auf, wenn das Gleichgewichtssystem gestört ist, das vom Innenohr über bestimmte Nerven bis ins Gehirn reicht und normalerweise dafür sorgt, dass das Bild trotz Kopfbewegungen ruhig bleibt. Häufig kommen eine Kopfschiefhaltung, Torkeln oder Unsicherheit beim Laufen hinzu. Ursachen können eine Entzündung des Innenohrs, eine Störung des Gleichgewichtsnervs oder ein Prozess im Gehirn sein; bei älteren Katzen gibt es auch eine plötzliche, meist gut abheilende Form ohne erkennbare Ursache. Das Augenzittern selbst ist also ein Symptom, das auf eine zugrunde liegende Erkrankung des Gleichgewichtssystems hinweist und dessen Ursache abgeklärt werden sollte.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Augenbewegungen und das Gleichgewicht.
- Richtung des Zitterns (waagerecht, senkrecht, kreisend)
- gleichzeitige Kopfschiefhaltung
- Torkeln oder Im-Kreis-Laufen
- Erbrechen oder Übelkeit
Augenzittern bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Neu aufgetretenes Augenzittern sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, besonders wenn Ihre Katze zusätzlich den Kopf schief hält, torkelt, unsicher läuft oder desorientiert wirkt. Auch wenn das Zittern über Stunden anhält oder immer wieder auftritt, ist eine Abklärung wichtig, um zwischen einer Innenohrstörung und einer Erkrankung im Gehirn zu unterscheiden. Beobachten Sie bis zum Termin, ob weitere Anzeichen wie Erbrechen, veränderter Appetit oder Verhaltensänderungen hinzukommen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Augenzittern mit starkem Torkeln und Erbrechen einhergeht oder wenn Ihre Katze plötzlich orientierungslos wird, umfällt oder nicht mehr aufstehen kann. Bringen Sie sie dann ohne Verzögerung in eine Tierklinik, da eine akute neurologische Störung dahinterstecken kann.