Was bedeutet das?
Augenkneifen bedeutet, dass ein Hund ein Auge teilweise oder ganz geschlossen hält oder vermehrt blinzelt. Es ist ein wichtiges Anzeichen für Schmerzen oder eine Reizung am Auge. Häufige Ursache ist ein Fremdkörper im Auge wie ein Grashalm, Staub oder eine Granne, daneben kommen Hornhautverletzungen, Bindehautentzündungen, eingerollte Lider, ein erhöhter Augeninnendruck oder Entzündungen im Augeninneren infrage. Begleitend treten oft vermehrtes Tränen, Rötung, Reiben mit der Pfote, Lichtscheu oder eine trübe Hornhaut auf. Der Hund kneift das Auge zu, um es zu schützen und den Schmerz zu lindern. Da das Auge ein empfindliches Organ ist und manche Ursachen wie eine Hornhautverletzung rasch fortschreiten können, sollte Augenkneifen ernst genommen werden. Ob nur eine harmlose Reizung oder eine ernste Schädigung vorliegt, lässt sich von außen oft nicht sicher beurteilen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob Ihr Hund das Auge dauerhaft zukneift oder nur vermehrt blinzelt. Beobachten Sie begleitendes Tränen, Rötung, Schwellung, Trübung sowie ob Ihr Hund mit der Pfote reibt, den Kopf schützt oder Licht meidet. Prüfen Sie sehr vorsichtig, ob ein Fremdkörper, ein Haar oder eine Verletzung sichtbar ist, ohne das Auge zu berühren. Wichtig ist, ob das Kneifen plötzlich, etwa nach einem Spaziergang oder einer Rangelei, oder allmählich begann. Notieren Sie, seit wann es besteht, und hindern Sie Ihren Hund am Reiben.
Augenkneifen beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Augenkneifen sollte rasch tierärztlich abgeklärt werden, da es fast immer auf Schmerz oder eine Reizung hinweist. Suchen Sie möglichst am selben Tag Rat, wenn Ihr Hund ein Auge deutlich zukneift, es zusätzlich stark tränt, gerötet, geschwollen oder trüb ist oder Ihr Hund sichtlich leidet und reibt. Sofort handeln sollten Sie bei Verdacht auf einen eingeklemmten Fremdkörper, eine Verletzung oder ein plötzlich schmerzhaftes, trübes Auge, da eine Hornhautschädigung oder ein erhöhter Augeninnendruck rasch fortschreiten können. Spülen oder untersuchen Sie das Auge nicht selbst mit Gewalt und hindern Sie Ihren Hund am Reiben, etwa mit einem Halskragen, bis die Ursache tierärztlich geklärt und behandelt ist.