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Hornhautgeschwür beim Hund

auch: Hornhautulkus · Ulcus corneae

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Ein Hornhautgeschwür ist ein Defekt in der Hornhaut, also der klaren, schützenden Außenschicht des Auges. Wenn diese empfindliche Oberfläche verletzt wird, kann sich eine offene Wunde bilden, die in tiefere Schichten reichen kann. Da die Hornhaut sehr stark mit Nerven versorgt ist, sind solche Geschwüre für den Hund äußerst schmerzhaft. Unbehandelt können sie sich verschlimmern und im schlimmsten Fall das Sehvermögen gefährden.

Typische Anzeichen

Ein Hornhautgeschwür macht sich meist durch deutliche Schmerzzeichen am Auge bemerkbar.

  • starkes Zukneifen oder Zwinkern des Auges
  • vermehrter Tränenfluss oder trüber Ausfluss
  • Lichtempfindlichkeit und Meiden von Helligkeit
  • trübe oder matte Stelle auf der Hornhaut
  • Reiben und sichtbares Unwohlsein

Mögliche Ursachen

Hornhautgeschwüre entstehen häufig durch äußere Einwirkung oder Vorerkrankungen.

  • Verletzungen durch Kratzer, Äste oder Raufereien
  • Fremdkörper unter dem Lid
  • trockenes Auge mit unzureichender Befeuchtung
  • eingerollte Lider oder fehlgestellte Wimpern
  • Infektionen, die die Hornhaut angreifen

Was Sie tun können

Bewahren Sie Ruhe und hindern Sie Ihren Hund unbedingt am Reiben des Auges, am besten mit einem Halskragen. Halten Sie das Auge frei von Zug und hellem Licht und versuchen Sie nicht, einen vermuteten Fremdkörper selbst zu entfernen. Geben Sie keine Augentropfen ohne tierärztliche Anweisung.

Wann zum Tierarzt

Ein Hornhautgeschwür sollte zeitnah, am besten noch am selben Tag, tierärztlich untersucht werden. Treten plötzlich starke Schmerzen, eine deutliche Trübung oder eine sichtbare Vorwölbung des Auges auf, ist das ein Notfall.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.