Was ist das?
Die Katzenakne ist eine Hauterkrankung, bei der sich an Kinn und Unterlippe die Talgdrüsen entzünden und verstopfen. Es bilden sich schwarze Mitesser, die wie kleine Schmutzpunkte aussehen, sowie Pusteln, Krusten und gerötete Haut. Wird die betroffene Stelle zusätzlich von Bakterien besiedelt, kann das Kinn anschwellen, nässen und schmerzhaft werden. Die genaue Ursache ist nicht immer eindeutig, oft spielen eine gesteigerte Talgproduktion, mangelnde Reinigung des Kinns, Stress oder das Material von Futternäpfen eine Rolle. Bedeutsam ist die Katzenakne, weil sie in leichten Fällen harmlos bleibt, sich aber bei bakterieller Beteiligung zu einer schmerzhaften Entzündung entwickeln kann, die dann behandelt werden sollte.
Typische Anzeichen
Die Akne zeigt sich vor allem am Kinn.
- schwarze Mitesser am Kinn
- Pusteln und Krusten
- Rötung und Schwellung des Kinns
- gelegentlicher Juckreiz
- Haarausfall am Kinn
Mögliche Ursachen
Mehrere Faktoren begünstigen die Katzenakne.
- verstopfte und entzündete Talgdrüsen
- Plastiknäpfe und mangelnde Reinigung
- fettige Haut
- bakterielle Zusatzinfektion
Was Sie tun können
Verwenden Sie Edelstahl- oder Keramiknäpfe statt Plastik und reinigen Sie diese täglich. Reiben oder drücken Sie die Stellen nicht aus.
Katzenakne bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine leichte Katzenakne mit einzelnen Mitessern lässt sich zunächst beobachten und ist meist harmlos. Tierärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn das Kinn stark geschwollen, schmerzhaft, gerötet oder hartnäckig entzündet ist, wenn sich Pusteln, Krusten oder nässende Stellen bilden oder wenn Ihre Katze das Kinn scheuert und berührungsempfindlich reagiert. Auch wenn die Veränderungen trotz sorgfältiger Reinigung immer wiederkehren oder sich ausbreiten, ist eine Untersuchung sinnvoll. Aufmerksam werden sollten Sie zusätzlich, wenn die Entzündung deutlich zunimmt, das Kinn heiß und dick wird oder Ihre Katze matt wirkt, denn dann kann eine tiefergehende bakterielle Infektion vorliegen. In solchen Fällen sollten Sie zügig eine Tierarztpraxis aufsuchen, damit sich die Entzündung nicht verschlimmert.