Kurz gesagt
Der Weimaraner ist ein eleganter, sehr aktiver Vorstehhund mit hohem Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf. Als große, tiefbrüstige Rasse kann er rassebedingt zu bestimmten Erkrankungen neigen, allen voran der Magendrehung.
Typische Gesundheitsthemen
- Magendrehung: Eine akut lebensbedrohliche Verdrehung des Magens, die rasches Handeln erfordert.
- Hüftdysplasie: Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die Lahmheit und Arthrose nach sich ziehen kann.
- Immunbedingte Erkrankungen: Eine überschießende Immunreaktion kann verschiedene Organe und Gelenke betreffen.
- Demodikose: Eine durch Hautmilben bedingte Erkrankung, die vor allem bei jungen Hunden auftreten kann.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Bieten Sie viel Bewegung und geistige Auslastung, aber vermeiden Sie starke körperliche Belastung direkt vor und nach den Mahlzeiten. Füttern Sie mehrere kleinere Portionen, um das Magendrehungsrisiko zu senken. Halten Sie den Hund schlank, achten Sie auf Gelenke und Hautbild und nutzen Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Kaufen Sie bei einem seriösen Züchter, der die Elterntiere auf Hüftdysplasie röntgt und auf gesundes Wesen sowie robuste Immunlage achtet. Fragen Sie nach der Gesundheit der Vorfahren. Meiden Sie Vermehrer ohne Untersuchungsnachweise.
Wann zum Tierarzt
Ein aufgeblähter, harter Bauch mit Unruhe, erfolglosem Würgen und starkem Speicheln ist ein Notfall und muss sofort behandelt werden. Lassen Sie außerdem anhaltendes Lahmen, wiederkehrendes Fieber, geschwollene Gelenke, kahle oder entzündete Hautstellen sowie ausgeprägte Mattigkeit tierärztlich abklären.