Kurz gesagt
Der Labrador Retriever ist ein ursprünglich als Apportierhund gezüchteter, gutmütiger und menschenbezogener Familienhund. Wie jede Rasse bringt er bestimmte gesundheitliche Veranlagungen mit, vor allem an Gelenken und Augen sowie eine ausgeprägte Neigung zu Übergewicht.
Typische Gesundheitsthemen
- Hüftdysplasie (HD): Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Arthrose führen kann.
- Ellbogendysplasie (ED): Eine Wachstumsstörung im Ellbogengelenk, die Lahmheit an den Vorderbeinen verursacht.
- Adipositas: Übergewicht, zu dem Labradore besonders stark neigen und das viele Folgeerkrankungen begünstigt.
- Progressive Retinaatrophie (PRA): Ein langsames Absterben der Netzhaut, das zur Erblindung führen kann.
- Ohrenentzündungen: Durch die Hängeohren gestaute, feuchte Wärme begünstigt wiederkehrende Entzündungen im Gehörgang.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Achten Sie besonders auf ein schlankes Körpergewicht, da jedes Kilo zuviel Gelenke und Herz belastet; Rippen sollten fühlbar sein. Sorgen Sie für regelmäßige, aber gelenkschonende Bewegung ohne Überlastung im Wachstum. Kontrollieren und reinigen Sie die Ohren regelmäßig und lassen Sie im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen Gelenke und Augen im Blick behalten.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Kaufen Sie nur bei seriösen Züchtern, die Wert auf Gesundheit legen. Verlangen Sie Nachweise über HD- und ED-Röntgen der Elterntiere sowie augenärztliche Untersuchungen und Gentests auf PRA. Lassen Sie sich Befunde zeigen und meiden Sie Vermehrer ohne jede Gesundheitsdokumentation.
Wann zum Tierarzt
Suchen Sie tierärztlichen Rat bei anhaltender Lahmheit, Steifheit oder Aufstehschwierigkeiten, bei Kopfschütteln, Ohrgeruch oder Kratzen am Ohr, bei nachlassender Sehkraft oder Unsicherheit im Dämmerlicht sowie bei rascher Gewichtszunahme oder ungewöhnlicher Trägheit.