Kurz gesagt
Die Englische Bulldogge ist ein gutmütiger, gelassener Begleithund. Durch die extrem kurze Nase und den massigen Körperbau gehört sie zu den Rassen mit besonders vielen zuchtbedingten Gesundheitsproblemen, weshalb bei Auswahl und Haltung große Sorgfalt nötig ist.
Typische Gesundheitsthemen
- Brachyzephales Syndrom: Die stark verkürzte Nase führt oft zu Atemnot, Schnarchen und schlechter Hitzetoleranz.
- Hüftdysplasie: Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks kann Lahmheit und Arthrose begünstigen.
- Hautfaltendermatitis: In den tiefen Hautfalten können sich schmerzhafte Entzündungen entwickeln.
- Kirschauge: Die Nickhautdrüse kann hervortreten und muss oft tierärztlich versorgt werden.
- Geburtsprobleme: Der breite Kopf führt häufig dazu, dass eine natürliche Geburt nicht möglich ist.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Schützen Sie den Hund konsequent vor Hitze und Anstrengung, denn er kann Wärme schlecht ausgleichen. Halten Sie ihn unbedingt schlank, da Übergewicht die Atmung zusätzlich erschwert, und reinigen Sie die Hautfalten regelmäßig. Nutzen Sie ein Brustgeschirr statt eines Halsbands. Lassen Sie Atmung, Augen und Gelenke bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kontrollieren.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Diese Rasse ist stark von Qualzucht betroffen: Eine extrem kurze Nase, enge Nasenlöcher und lautes Atmen in Ruhe sind keine Rassemerkmale, sondern Krankheitszeichen. Wählen Sie einen verantwortungsvollen Züchter, der auf freiere Atemwege, offene Nasenlöcher, längere Nase und Belastungstests der Elterntiere achtet und Hüften untersuchen lässt. Meiden Sie Tiere, die schon als Welpen schwer atmen, und unterstützen Sie keine Zucht auf immer extremere Formen.
Wann zum Tierarzt
Deutliche Atemnot, blaue Schleimhäute oder ein Kollaps, besonders bei Wärme oder Anstrengung, sind ein Notfall und erfordern sofortige Hilfe. Lassen Sie außerdem starkes Schnarchen und Röcheln in Ruhe, gerötete oder nässende Hautfalten, ein hervortretendes rotes Gebilde am Auge sowie anhaltendes Lahmen abklären.