Kurz gesagt
Der Deutsche Schäferhund ist ein intelligenter, arbeitsfreudiger und loyaler Gebrauchshund. Wie jede Rasse hat er typische gesundheitliche Schwachstellen, vor allem an Hüfte, Ellbogen und Rückenmark sowie an der Bauchspeicheldrüse.
Typische Gesundheitsthemen
- Hüftdysplasie: Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die Schmerzen und frühe Arthrose verursachen kann.
- Ellbogendysplasie: Eine Wachstumsstörung des Ellbogens mit Lahmheit der Vorderbeine.
- Degenerative Myelopathie: Ein langsames Absterben von Nervenbahnen im Rückenmark, das zu fortschreitender Lähmung führt.
- Magendrehung: Ein lebensbedrohliches Verdrehen des Magens, das sofort behandelt werden muss.
- Exokrine Pankreasinsuffizienz: Die Bauchspeicheldrüse bildet zu wenig Verdauungsenzyme, wodurch Nahrung schlecht verwertet wird.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Fördern Sie im Wachstum gelenkschonende Bewegung ohne Überlastung und halten Sie das Tier schlank und muskulös. Füttern Sie kleinere Portionen und vermeiden Sie Belastung direkt nach dem Fressen, um das Risiko einer Magendrehung zu senken. Achten Sie auf gleichmäßigen Gang und Kotbeschaffenheit; lassen Sie Gelenke und Verdauung bei Vorsorgeterminen kontrollieren.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Wählen Sie seriöse Züchter mit gerader Rückenlinie und meiden Sie stark abfallende, überwinkelte Typen. Verlangen Sie HD- und ED-Röntgenbefunde der Elterntiere und, wo möglich, einen Gentest auf degenerative Myelopathie. Achten Sie auf gesunde, bewegungsfreudige Elterntiere ohne Anzeichen von Lahmheit.
Wann zum Tierarzt
Ein aufgeblähter, harter Bauch mit Unruhe und erfolglosem Würgen ist ein Notfall – sofort handeln. Suchen Sie Rat bei anhaltender Lahmheit, bei zunehmender Schwäche oder Schleifen der Hinterbeine, bei chronischem Durchfall, Abmagerung trotz Appetit oder auffällig fettigem Kot.