Kurz gesagt
Die Deutsche Dogge ist ein sanftmütiger, ruhiger und imposanter Riesenhund. Wie jede Rasse bringt sie typische Veranlagungen mit, insbesondere ein hohes Risiko für Magendrehung sowie Herzmuskel-, Knochen- und Nervenerkrankungen.
Typische Gesundheitsthemen
- Magendrehung: Ein lebensbedrohliches Verdrehen des Magens, das sofort behandelt werden muss.
- Dilatative Kardiomyopathie: Eine Erweiterung und Schwäche des Herzmuskels mit Rhythmusstörungen und Leistungsverlust.
- Osteosarkom: Ein bösartiger Knochentumor, für den große Rassen besonders anfällig sind.
- Hüftdysplasie: Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks mit Schmerzen und Arthrose.
- Wobbler-Syndrom: Eine Einengung im Halswirbelbereich mit unsicherem, schwankendem Gang.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Füttern Sie mehrere kleine Mahlzeiten und vermeiden Sie Belastung direkt nach dem Fressen, um das Risiko einer Magendrehung zu senken. Achten Sie im Wachstum auf maßvolle, gelenkschonende Bewegung und ein schlankes Gewicht. Beobachten Sie Leistungsfähigkeit und Gang und nehmen Sie Herz-, Gelenk- und Vorsorgeuntersuchungen ernst.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Wählen Sie seriöse Züchter, die Herzuntersuchungen und HD-Befunde der Elterntiere vorlegen und auf Langlebigkeit achten. Fragen Sie nach Magendrehungs-, Herz- und Tumorfällen sowie der Lebenserwartung der Linie. Besprechen Sie das Thema vorbeugende Magenanheftung (Gastropexie) mit Ihrer Tierarztpraxis.
Wann zum Tierarzt
Ein aufgeblähter, harter Bauch mit Unruhe, Speicheln und erfolglosem Würgen ist ein akuter Notfall – sofort in die Klinik. Suchen Sie außerdem Rat bei Ohnmacht, Schwäche oder rascher Ermüdung als Herzzeichen, bei anhaltender Lahmheit oder Knochenschwellung sowie bei schwankendem, unsicherem Gang.