VetGuru

Panostitis beim Hund: Anzeichen und was hilft

auch: Wachstumsschmerz · Enostose · Eosinophile Panostitis

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Beobachten
Zustand im Blick behalten, bei Verschlechterung zum Tierarzt.

Was ist das?

Panostitis ist eine schmerzhafte Entzündung im Inneren der langen Röhrenknochen, die vor allem bei jungen, schnell wachsenden Hunden größerer Rassen auftritt. Im Volksmund wird sie als Wachstumsschmerz bezeichnet, weil sie typischerweise in der Wachstumsphase auftritt und mit dem Erwachsenwerden von selbst wieder verschwindet. Im betroffenen Knochen kommt es vorübergehend zu entzündlichen Veränderungen im Mark, die auf die schmerzempfindliche Knochenhaut ausstrahlen. Charakteristisch ist eine Lahmheit, die oft plötzlich einsetzt und im Verlauf zwischen verschiedenen Beinen wechseln kann. Betroffene Hunde bewegen sich dann ungern und wollen weniger laufen oder spielen. Für den Hund ist dieser Zustand zwar unangenehm und schmerzhaft, in seinem Wesen aber gutartig und selbstlimitierend. Das bedeutet, dass die Panostitis in der Regel ohne bleibende Schäden von selbst ausheilt.

Typische Anzeichen

Die Beschwerden treten typischerweise im Wachstum auf. Häufig beobachtete Anzeichen sind:

  • plötzliche Lahmheit, die zwischen den Beinen wechseln kann
  • Schmerzempfindlichkeit beim Abtasten der langen Knochen
  • Bewegungsunlust und Steifheit
  • zeitweise Appetitlosigkeit oder Mattigkeit während eines Schubs
  • schubweiser Verlauf mit beschwerdefreien Phasen dazwischen

Mögliche Ursachen

Die genaue Ursache ist nicht abschließend geklärt. Mögliche begünstigende Faktoren sind:

  • schnelles Wachstum bei jungen Hunden großer Rassen
  • eine rasse- oder anlagebedingte Veranlagung
  • Wachstumsschübe mit erhöhter Belastung der Knochen
  • möglicherweise Einflüsse der Ernährung im Wachstum
  • ein vermutetes Zusammenspiel mehrerer Faktoren

Was Sie tun können

Gönnen Sie Ihrem jungen Hund während eines Schubs ausreichend Ruhe und vermeiden Sie übermäßige Belastung und wildes Toben. Sorgen Sie für eine ausgewogene, dem Wachstum angepasste Ernährung und vermeiden Sie Überfütterung, die das Wachstum beschleunigt. Da die Beschwerden schubweise verlaufen, hilft moderate, gleichmäßige Bewegung in beschwerdefreien Phasen.

Panostitis beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Stellen Sie Ihren jungen Hund tierärztlich vor, wenn er lahmt, sich beim Anfassen der Beine schmerzempfindlich zeigt oder die Lahmheit von einem Bein zum anderen wechselt. Auch wenn die Panostitis meist harmlos verläuft, ist eine Untersuchung sinnvoll, um sie sicher von anderen, behandlungsbedürftigen Gelenk- und Knochenerkrankungen des Junghundes abzugrenzen. Da die Beschwerden in Schüben verlaufen können, hilft es, festzuhalten, welches Bein wann betroffen ist, um dies in der Praxis schildern zu können. Suchen Sie zeitnah Rat, wenn die Lahmheit sehr ausgeprägt ist, lange anhält, immer wieder zurückkehrt oder von Fieber und deutlicher Mattigkeit begleitet wird. Solche Anzeichen können auf andere Ursachen hindeuten, die eine gezielte Behandlung brauchen. Im Zweifel ist eine tierärztliche Einschätzung immer der sicherste Weg.

Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.