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Analdrüsenentzündung beim Hund: Anzeichen und was hilft

auch: Analbeutelentzündung · verstopfte Analdrüsen

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Harald PfeifferTierärztlich geprüft von Harald PfeifferTierarzt für Kleintiere
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Hunde besitzen neben dem After zwei kleine Drüsen, die sogenannten Analbeutel, deren Sekret (dient der Duftmarkierung) normalerweise beim Kotabsatz mit entleert wird. Funktioniert dieser Ablauf, bleiben die Drüsen unauffällig. Wenn die Ausgänge jedoch verstopfen, kann das Sekret nicht mehr abfließen und staut sich in den Drüsen an. Das gestaute Sekret kann sich dann entzünden, was für den Hund sehr schmerzhaft ist. Bleibt die Entzündung bestehen, kann sich aus ihr ein Abszess entwickeln. Wie stark die Beschwerden sind, hängt davon ab, wie weit die Entzündung fortgeschritten ist. Eine Analdrüsenentzündung sollte deshalb zeitnah behandelt werden, da sie sonst aufbrechen kann und ein Abszess neben dem After besonders belastend für das Tier ist. Unbehandelt kann sich die schmerzhafte Situation für den Hund weiter verschlimmern.

Typische Anzeichen

Eine Analdrüsenentzündung ist für den Hund unangenehm. Typisch sind:

  • häufiges Lecken oder Beißen im Afterbereich
  • Schlittenfahren, also Rutschen auf dem Hinterteil
  • Schmerzen beim Kotabsatz oder Sitzen
  • Schwellung und Rötung neben dem After
  • übler Geruch oder Sekretaustritt

Mögliche Ursachen

Die Drüsen entleeren sich nicht mehr richtig. Begünstigend wirken:

  • zu weicher Kot, der die Drüsen nicht ausdrückt
  • Übergewicht
  • anatomische Besonderheiten kleiner Rassen
  • Durchfall oder Verdauungsprobleme

Was Sie tun können

Drücken Sie die Drüsen nicht selbst aus, da Sie dabei Schaden anrichten können. Achten Sie auf ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen. Beobachten Sie den Afterbereich auf Schwellungen.

Analdrüsenentzündung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Bei einer Analdrüsenentzündung sollten Sie zügig eine Tierarztpraxis aufsuchen, wenn Sie eine Schwellung neben dem After, Schmerzen oder austretendes Sekret bemerken, da sich hieraus ein Abszess bilden kann. Da die Situation als dringend gilt, ist frühes Handeln besser als langes Abwarten. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn sich ein prall geschwollener, stark schmerzhafter Abszess neben dem After bildet, wenn eine Stelle am After aufgeplatzt ist und stark blutet oder nässt oder wenn Ihr Hund Fieber, Abgeschlagenheit zeigt oder den Kotabsatz verweigert. In diesen Fällen sollten Sie umgehend Hilfe suchen. Da ein unbehandelter Abszess aufbrechen kann, ist rasches Handeln wichtig, um dem Tier die Schmerzen zu nehmen und die Entzündung einzudämmen.

Wann wird es zum Notfall?
  • Prall geschwollener, stark schmerzhafter Abszess neben dem After
  • Aufgeplatzte, stark blutende oder nässende Stelle am After
  • Fieber, Abgeschlagenheit oder Verweigerung des Kotabsatzes
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.