Was bedeutet das?
Blaue Schleimhäute, fachlich Zyanose, entstehen, wenn das Blut zu wenig Sauerstoff transportiert und sich Zahnfleisch, Zunge und Lippen bläulich bis grau verfärben. Das ist ein Hinweis auf ein akutes Problem der Atmung oder des Herz-Kreislauf-Systems, etwa bei schwerer Atemnot, Wasser in der Lunge, einer Herzerkrankung oder einem Fremdkörper in den Atemwegen. Der zugrunde liegende Sauerstoffmangel ist unmittelbar lebensbedrohlich, weil das Gewebe und lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend versorgt werden. Blaue Schleimhäute sind daher nie ein Zeichen, das man beobachten darf, sondern erfordern sofortiges Handeln. Meist ist die Katze zusätzlich sehr unruhig, atmet angestrengt mit offenem Maul oder wirkt schwach, was den Ernst der Lage unterstreicht.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Atmung und Farbe der Schleimhäute aus der Distanz.
- bläuliche Farbe von Zunge und Zahnfleisch
- Atemnot oder offenes Maulatmen
- Schwäche oder Kollaps
- Unruhe
Blaue Schleimhäute bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Blaue Schleimhäute sind ein absoluter, sofortiger Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine auf Katzen eingerichtete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihre Katze ohne jede Verzögerung dort vor. Besonders dringend ist die Lage, wenn eine blaue Zunge oder blaues Zahnfleisch mit schwerer Atemnot oder einem Kollaps einhergeht. Bringen Sie Ihre Katze so ruhig und stressfrei wie möglich in die Praxis, denn jede Aufregung verschlimmert die Situation. Warten Sie in keinem Fall ab, ob sich der Zustand von selbst bessert – hier entscheiden Minuten über das Leben Ihrer Katze. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man dort auf Ihr Kommen vorbereitet ist; erreichen Sie niemanden, fahren Sie sofort los, ohne durch weitere Anrufe Zeit zu verlieren.