Was bedeutet das?
Eine Wunde ist eine Verletzung der Haut oder tieferer Strukturen, die durch Kratzen, Schneiden, Quetschen oder Bisse entstehen kann. Bei Katzen sind Bisswunden nach Revierkämpfen besonders häufig und tückisch, weil die kleinen Einstiche rasch oberflächlich verkleben, während sich in der Tiefe Bakterien vermehren und ein Abszess bildet. Auch scheinbar harmlose Kratzer oder Schürfwunden können sich entzünden, wenn Schmutz oder Keime hineingelangen. Entscheidend für die Einschätzung sind Tiefe, Lage, Verschmutzung und Alter der Wunde sowie ob wichtige Strukturen betroffen sind. Weil sich eine Infektion oft erst nach ein bis zwei Tagen zeigt, ist es wichtig, jede Verletzung genau zu beobachten und auf Schwellung, Wärme, Schmerz oder Sekret zu achten.
Worauf Sie achten sollten
Beurteilen Sie die Wunde vorsichtig, ohne sie zu reizen.
- Größe, Tiefe und Lage der Wunde
- Blutung oder Verschmutzung
- Hinweise auf einen Biss
- Schwellung oder Schmerz im Umfeld
Wunde oder Verletzung bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Kleine, oberflächliche und saubere Kratzer heilen oft von selbst, sollten aber im Blick behalten werden. Zeitnah tierärztlich versorgt werden sollten Wunden, die tief oder klaffend sind, stark verschmutzt sind, durch einen Biss entstanden sind oder sich entzünden, also anschwellen, warm werden, schmerzen oder Sekret absondern. Auch Wunden an Gelenken, im Gesicht oder in der Nähe der Augen sowie jede Verletzung, die nicht innerhalb weniger Tage heilt, gehören untersucht, oft ist eine Wundreinigung oder Infektionsbehandlung nötig. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei stark blutenden Wunden, tiefen Bisswunden oder wenn Gewebe frei liegt. Üben Sie dann mit einem sauberen Tuch sanften Druck aus und bringen Sie Ihre Katze umgehend in eine Tierklinik.