Was bedeutet das?
Augenausfluss bedeutet, dass aus dem Auge vermehrt Tränenflüssigkeit oder Sekret austritt. Klarer Ausfluss entsteht oft durch Reizung, Zugluft oder verstopfte Tränenkanäle, während gelblicher, eitriger Ausfluss eher auf eine bakterielle Bindehautentzündung hindeutet. Bei Katzen ist Augenausfluss häufig Teil eines Katzenschnupfens und tritt dann zusammen mit Niesen und Nasenausfluss auf. Manchmal steckt auch ein Fremdkörper, eine Verletzung oder ein anatomisches Problem der Lidstellung dahinter. Ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob das Auge zusätzlich gerötet oder zugekniffen ist, gibt wichtige Hinweise. In vielen Fällen ist Augenausfluss gut behandelbar, sollte aber nicht dauerhaft ignoriert werden. Achten Sie auf Farbe und Menge des Ausflusses sowie darauf, ob das Auge selbst verändert aussieht.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Aussehen des Ausflusses und Zustand des Auges.
- Farbe und Menge (wässrig, schleimig, eitrig)
- ein- oder beidseitig
- Rötung, Schwellung oder Zukneifen
- Begleitsymptome wie Niesen
Augenausfluss bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Klaren, geringen Augenausfluss bei ansonsten unauffälligem Auge können Sie zunächst beobachten und das Auge vorsichtig mit einem feuchten Tuch reinigen. Tierärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn der Ausfluss anhält oder eitrig wird, wenn das Auge gerötet oder geschwollen ist, häufig zugekniffen wird oder wenn Ihre Katze zusätzlich niest und schlecht frisst. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihre Katze das betroffene Auge fest zukneift und dabei starke Schmerzen zeigt oder wenn das Auge sich plötzlich eintrübt. Dann kann eine ernste Verletzung oder Erkrankung der Hornhaut vorliegen, weshalb Sie umgehend eine Praxis oder Klinik aufsuchen sollten. Versuchen Sie nicht, im Auge nach einem Fremdkörper zu suchen, da Sie die empfindliche Hornhaut dabei zusätzlich verletzen könnten.