Was bedeutet das?
Zittern und Muskelzucken bedeuten, dass sich die Muskeln unwillkürlich und unkontrolliert zusammenziehen. Eine häufige Ursache bei Reptilien ist ein Kalziummangel im Rahmen der metabolischen Knochenerkrankung, denn Kalzium ist für die normale Muskelfunktion unverzichtbar. Sinkt der Kalziumspiegel im Blut, werden die Muskeln übererregbar und zucken oder zittern. Auch Vitaminmängel, Vergiftungen, eine Unterkühlung oder Störungen des Nervensystems können solche Symptome auslösen. Weil hinter dem Zittern meist ein Mangel oder eine Nervenstörung steckt, die sich verschlimmern kann, ist es ein ernstzunehmendes Zeichen. Beobachten Sie, ob das Muskelzucken anhält, sich ausweitet oder von Schwäche begleitet wird, und prüfen Sie zugleich, ob Temperatur, Beleuchtung und Kalziumversorgung im Terrarium stimmen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- wann und wie oft das Zittern auftritt
- Begleitzeichen wie weiche Knochen
- ob das Tier zusätzlich schwach oder gelähmt wirkt
- UVB- und Kalziumversorgung
- mögliche Giftquellen in der Umgebung
Zittern und Muskelzucken bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Zittern und Muskelzucken sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da meist ein behandelbarer Kalzium- oder Vitaminmangel oder eine Nervenstörung dahintersteckt. Prüfen Sie zunächst, ob das Terrarium ausreichend warm ist, denn auch Unterkühlung kann Zittern auslösen, doch verlassen Sie sich darauf nicht, wenn die Symptome bleiben. Je früher ein Mangel erkannt wird, desto besser lässt er sich ausgleichen, bevor bleibende Schäden entstehen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Zittern anhält oder in Krämpfe übergeht. Auch wenn das Muskelzucken mit Schwäche oder Lähmungen einhergeht, ist umgehende tierärztliche Hilfe nötig, da dann ein schwerer Mangel oder eine ernste Nervenerkrankung vorliegt. Handhaben Sie das Tier bis dahin ruhig und vermeiden Sie zusätzlichen Stress.