Was ist das?
Eine Vergiftung entsteht, wenn ein Reptil giftige Stoffe über das Maul aufnimmt oder über die Haut aufnimmt. Als Quellen kommen Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel, ungeeignete oder giftige Pflanzen im Gehege, ausdünstende Materialien sowie mit Schadstoffen belastete Futtertiere infrage. Je nach Art des Giftstoffs werden dabei unterschiedliche Bereiche des Körpers geschädigt, etwa das Nervensystem, die Leber oder andere innere Organe. Weil Reptilien empfindlich auf viele Chemikalien reagieren und einen langsamen Stoffwechsel haben, können bereits kleine Mengen gefährlich werden. Die Beschwerden reichen je nach Gift von Schwäche und Zittern über Krämpfe bis zum Zusammenbruch. Eine Vergiftung ist damit ein akut lebensbedrohlicher Zustand, der rasches Handeln erfordert, weil sich der Zustand des Tieres schnell verschlechtern kann.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Vergiftung können sein:
- Krämpfe und Zuckungen
- vermehrter Speichelfluss
- Erbrechen
- Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
- plötzliche Schwäche und Teilnahmslosigkeit
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- Reinigungs- oder Desinfektionsmittel
- Pflanzenschutzmittel und Insektizide
- giftige Pflanzen im Gehege
- ausdünstende Materialien oder belastete Futtertiere
Was Sie tun können
Entfernen Sie das Tier sofort aus der mutmaßlichen Giftquelle und lüften Sie bei ausdünstenden Stoffen gut. Geben Sie keine Hausmittel und versuchen Sie kein Erbrechen auszulösen.
Vergiftung bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Vergiftung ist immer ein sofortiger Notfall, der umgehend tierärztlich behandelt werden muss. Besteht der Verdacht, dass Ihr Reptil einen giftigen Stoff aufgenommen hat, oder zeigt es plötzlich Schwäche, Zittern, Krämpfe oder einen Zusammenbruch, sollten Sie nicht abwarten, sondern sofort einen reptilienkundigen Tierarzt oder eine Klinik aufsuchen. Entfernen Sie das Tier nach Möglichkeit aus der Nähe der vermuteten Giftquelle und verhindern Sie eine weitere Aufnahme. Bringen Sie, wenn möglich, die Verpackung des Stoffes oder einen Rest der vermuteten Giftquelle mit, da Angaben dazu die Behandlung erleichtern. Versuchen Sie keine eigenen Hausmittel und flößen Sie nichts ein. Je schneller professionelle Hilfe einsetzt, desto besser stehen die Chancen für Ihr Tier.