Was bedeutet das?
Wunde Haut bedeutet, dass die Haut an einer Stelle offen, gerötet, nässend oder entzündet ist. Dahinter können harmlosere Ursachen wie kleine Kratzer, Reibung oder feuchtes Fell stecken, aber ebenso ernstere Probleme wie Bissverletzungen, Infektionen oder gestörter Stoffwechsel. Bedeutsam ist wunde Haut vor allem deshalb, weil offene Stellen schmerzen und sich leicht mit Bakterien infizieren. Besonders im Sommer werden solche Stellen gefährlich, weil sie Fliegen anlocken, die dort ihre Eier ablegen. Daraus kann innerhalb kurzer Zeit ein lebensbedrohlicher Madenbefall entstehen. Weil sich der Zustand schnell verschlechtern kann, ist es wichtig, das Fell regelmäßig zu kontrollieren, wunde Stellen früh zu bemerken und die dahinterliegende Ursache abklären zu lassen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Lage und Zustand der Hautstelle:
- Wo befindet sich die wunde Stelle und wie groß ist sie
- Ist die Haut nässend, verkrustet oder eitrig
- Gibt es Maden oder einen üblen Geruch
- Wie ist es zu der Wunde gekommen
- Wirkt das Tier insgesamt krank
Wunde Haut beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Wunde, entzündete oder nässende Hautstellen sollten tierärztlich versorgt werden, da sie schmerzen, sich infizieren und ohne Behandlung größer werden können. Wichtig ist auch, die zugrunde liegende Ursache abzuklären, damit die Haut abheilen kann und nicht immer wieder aufbricht. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn sich in der Wunde Maden zeigen oder ein übler, fauliger Geruch auftritt, denn ein Madenbefall breitet sich rasend schnell aus und ist lebensbedrohlich. Ebenso dringend ist eine großflächige, nässende Hautentzündung, bei der das Tier zugleich teilnahmslos wird und das Fressen einstellt. In diesen Fällen sollten Sie nicht bis zum nächsten Termin warten, sondern umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um schwere Folgen zu verhindern.