Was ist das?
Ein Fliegenmadenbefall, fachsprachlich Myiasis genannt, entsteht, wenn Fliegen ihre Eier auf verschmutzte oder wunde Hautstellen des Kaninchens legen und daraus Maden schlüpfen. Diese Maden fressen das Gewebe an und können sich rasend schnell ausbreiten. Das ist ein hochakuter Notfall, weil die Tiere innerhalb kürzester Zeit großflächig geschädigt werden und an einer Vergiftung des Körpers sterben können.
Typische Anzeichen
Ein Madenbefall zeigt sich oft am Hinterteil und an feuchten Stellen:
- Kleine, weißliche, sich bewegende Maden in Fell oder Wunde
- Feuchte, übel riechende Hautstellen
- Unruhe oder im Gegenteil starke Apathie
- Wunde, gerötete oder zerfressene Haut
- Häufig betroffen sind verschmutztes Hinterteil und offene Wunden
Mögliche Ursachen
Der Befall trifft vor allem geschwächte oder verschmutzte Tiere im Sommer:
- Verkotetes, nasses Fell am Hinterteil
- Offene Wunden oder Hautentzündungen
- Bewegungsunfähigkeit, etwa durch Übergewicht oder Krankheit
- Warmes Wetter mit starker Fliegenaktivität
Was Sie tun können
Halten Sie das Hinterteil und das Fell stets sauber und trocken und kontrollieren Sie gefährdete Tiere im Sommer mehrmals täglich. Schützen Sie das Gehege mit Fliegengittern.
Wann zum Tierarzt
Ein Madenbefall ist ein absoluter Notfall, der sofortige tierärztliche Hilfe erfordert, da sich die Schädigung innerhalb von Stunden dramatisch ausweiten kann.