Kaninchen sind sehr empfindliche Fluchttiere, die schon durch Stress und Schmerz stark geschwächt werden können. Eine Biss- oder Schnittwunde sollte deshalb ruhig, aber zügig versorgt werden. Bewahren Sie selbst die Ruhe, denn Hektik verstärkt die Angst Ihres Tieres und kann den Zustand verschlimmern. Fassen Sie das Kaninchen behutsam und sicher an, ohne es zu quetschen, und stützen Sie dabei immer den Hinterkörper. Das Grundprinzip lautet: Tier sicher halten, Blutung stillen, Wunde nur schonend reinigen und nicht selbst verschließen. Verwenden Sie keine Salben und kleben Sie die Wunde nicht zu. Da Kaninchen bei Verletzungen schnell unterkühlen oder in einen Schockzustand geraten, ist eine zeitnahe tierärztliche Vorstellung wichtig, besonders bei Bisswunden, die oft tiefer sind, als sie äußerlich erscheinen.
Sofort tun
- Halten Sie das Kaninchen ruhig und sicher, stützen Sie dabei den Hinterkörper und vermeiden Sie zusätzlichen Stress.
- Spülen Sie die Wunde vorsichtig mit steriler Kochsalzlösung, um groben Schmutz zu entfernen.
- Drücken Sie eine blutende Stelle mit einer sauberen Kompresse sanft ab, bis die Blutung nachlässt.
- Halten Sie das Kaninchen warm und geschützt und suchen Sie zeitnah einen Tierarzt oder eine Tierärztin auf.
Nicht tun
- Wunde nicht zukleben
- Keine Salben verwenden
- Tier nicht in Stresslage zwingen
Wann sofort in die Klinik
Bei tiefen Wunden, starker Blutung oder Bisswunden sofort zum Tierarzt. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.