Was bedeutet das?
Ein verminderter Kotabsatz bedeutet, dass Ihr Tier deutlich weniger und oft kleinere Köttel absetzt als gewohnt. Das zeigt, dass die Verdauung verlangsamt arbeitet und der Darm seinen Inhalt nur noch träge weiterbewegt. Bei Nagetieren ist der Verdauungstrakt auf ständige Bewegung angewiesen, weshalb dies ein frühes Warnzeichen für eine beginnende Darmträgheit ist, die in einen völligen Stillstand übergehen kann. Auslöser sind häufig zu faserarmes Futter, Flüssigkeitsmangel, Schmerzen, Zahnprobleme oder Stress. Oft frisst das Tier zugleich weniger und wirkt ruhiger. Weil ein Darmstillstand bei kleinen Nagern rasch lebensbedrohlich wird, ist es wichtig, die Menge der Köttel, das Fressverhalten und die Aktivität aufmerksam zu beobachten und Veränderungen früh ernst zu nehmen.
Worauf Sie achten sollten
Zählen Sie die Köttel im Käfig:
- Deutlich weniger Kotbällchen als sonst
- Sehr kleine oder trockene Köttel
- Nachlassender Appetit
- Beginnende Aufgasung des Bauches
Verminderter Kotabsatz bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Nimmt der Kotabsatz stark ab, sollten Sie rasch tierärztlichen Rat einholen, denn bei Nagetieren kann sich eine Darmträgheit innerhalb weniger Stunden zu einem gefährlichen Stillstand entwickeln. Warten Sie nicht länger als einige Stunden ab, vor allem wenn das Tier zugleich weniger frisst oder sich zurückzieht. Achten Sie auf begleitende Zeichen wie einen aufgeblähten Bauch, eine geduckte Haltung oder Zähneknirschen, die auf Schmerzen hindeuten. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn ein stark verminderter Kotabsatz mit Bauchschmerz einhergeht oder gar kein Kot mehr kommt, denn dann droht ein kompletter Verdauungsstillstand. Bieten Sie in der Zwischenzeit frisches Wasser und gewohntes Grünfutter an, verzichten Sie aber auf eigene Maßnahmen und bringen Sie das Tier zügig in tierärztliche Behandlung.