Was bedeutet das?
Eine verkrampfte Muskulatur bedeutet, dass sich Muskeln des Pferdes hart, verspannt und schmerzhaft anfühlen und nicht mehr locker arbeiten. Besonders betroffen sind häufig die großen Muskelpakete an Kruppe und Rücken, die sich dann brettartig hart anfühlen. Das Pferd bewegt sich steif, will ungern vorwärtsgehen oder bleibt stehen. Eine schmerzhafte Verkrampfung dieser Muskulatur kann auf einen Kreuzverschlag hinweisen, bei dem es zu einer Störung des Muskelstoffwechsels kommt, oft nach Belastung. Auch Verspannungen durch Fehlbelastung, Zerrungen oder Kälte können Muskeln verkrampfen lassen. Die Bandbreite reicht damit von harmloseren Verspannungen bis zu ernsten Stoffwechselstörungen. Beobachten Sie, welche Muskeln betroffen sind, ob das Pferd schwitzt, steif wird oder festzustehen scheint, ob der Harn dunkel ist und ob die Verkrampfung nach Belastung auftrat. Diese Angaben sind für den Tierarzt wichtig.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Lage und Begleitzeichen:
- harte, druckempfindliche Muskeln
- steifer, klammer Gang
- Schwitzen
- Bewegungsunlust
Verkrampfte Muskulatur beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine verkrampfte Muskulatur ist ein dringendes Anzeichen, das Sie zeitnah tierärztlich abklären lassen sollten, vor allem wenn die Muskeln hart und schmerzhaft sind. Rufen Sie den Tierarzt an, wenn das Pferd deutlich verspannt und steif wirkt oder sich nur widerwillig bewegt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Muskulatur hart und schmerzhaft ist und das Pferd festwird oder sich kaum noch bewegen kann oder wenn die Verkrampfung mit Steifheit am ganzen Körper einhergeht. Dies kann auf einen akuten Kreuzverschlag hindeuten, bei dem Bewegung schadet. Verständigen Sie dann umgehend den Tierarzt. Ganz wichtig: Bewegen Sie das Pferd nicht weiter, sondern lassen Sie es an Ort und Stelle ruhig stehen, decken Sie es warm zu und bieten Sie Wasser an.