Was ist das?
Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das Gift des Bakteriums Clostridium tetani ausgelöst wird. Die Sporen dieses Erregers kommen im Boden vor und gelangen über Wunden, oft über tiefe, schlecht durchblutete Verletzungen, in den Körper. Dort bilden die Bakterien ein starkes Nervengift, das die Steuerung der Muskulatur stört und zu einer zunehmenden, krampfartigen Muskelstarre führt. Betroffene Pferde zeigen einen steifen Gang, Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken sowie eine überschießende Schreckhaftigkeit. Pferde sind für Tetanus besonders empfänglich, weshalb die Erkrankung ohne Behandlung häufig tödlich verläuft. Eine konsequente Impfung gilt als der wichtigste Schutz, da sie das Pferd zuverlässig vor dieser gefährlichen Vergiftung bewahren kann.
Typische Anzeichen
Tetanus zeigt sich durch zunehmende Steifheit:
- steifer, sägebockartiger Stand
- vorgefallenes drittes Augenlid
- Schluckbeschwerden und Kaumuskelkrampf
- Schreckhaftigkeit gegenüber Reizen
Mögliche Ursachen
Das Toxin entsteht in Wunden:
- tiefe, sauerstoffarme Wunden
- Tritt- und Nagelverletzungen
- verschmutzte Verletzungen
- fehlender Impfschutz
Was Sie tun können
Bringen Sie das Pferd in eine ruhige, reizarme Umgebung und vermeiden Sie Lärm und helles Licht. Verständigen Sie sofort den Tierarzt.
Tetanus (Wundstarrkrampf) beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Tetanus ist immer ein Notfall, der keinen Aufschub duldet. Zeigt Ihr Pferd einen steifen, sägebockartigen Gang, Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken, ein starr aufgerichtetes Verhalten oder eine auffällige Schreckhaftigkeit, muss umgehend eine auf Pferde eingerichtete Notdienstpraxis oder Pferdeklinik kontaktiert und das Pferd ohne Verzögerung dort vorgestellt werden. Warten Sie keinesfalls ab, ob sich die Anzeichen von selbst bessern, denn die Erkrankung schreitet rasch fort. Halten Sie Angaben zu früheren Verletzungen und zum Impfstatus Ihres Pferdes bereit, damit sie bei der Vorstellung sofort zur Verfügung stehen. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los, ohne den Weg durch weitere Anrufe zu verzögern.