Was bedeutet das?
Ein veränderter, besonders strenger oder fauliger Kotgeruch entsteht oft, wenn die Verdauung gestört ist und Nahrungsbestandteile im Darm nicht richtig aufgespalten und verwertet werden. Auch eine Darmentzündung oder ein Ungleichgewicht der Darmbakterien kann den Geruch verändern. Häufige Auslöser sind Futterunverträglichkeiten, ein zu abrupter Futterwechsel oder Parasiten wie Giardien, die zusätzlich die Konsistenz des Kots beeinflussen. Der Geruch allein ist ein unspezifisches Zeichen, denn er schwankt auch bei gesunden Tieren je nach Futter. In Verbindung mit weichem oder häufigerem Kot, Blähungen oder verändertem Fressverhalten wird er jedoch zu einem nützlichen Hinweis, dass im Verdauungstrakt etwas nicht stimmt und genauer beobachtet werden sollte.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Kotgeruch zusammen mit Konsistenz und Farbe.
- Stärke und Art des Geruchs
- Konsistenz des Kots
- Farbe oder Schleimbeimengungen
- Begleitsymptome wie Blähungen
Veränderter Kotgeruch bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein dauerhaft veränderter Kotgeruch, besonders zusammen mit weichem Kot, Durchfall, Blähungen oder Gewichtsverlust, sollte tierärztlich abgeklärt werden, um Verdauungsstörungen oder Parasiten zu erkennen. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn der auffällige Geruch über mehrere Tage anhält oder immer wiederkehrt, statt sich nach einem Futterwechsel von selbst zu bessern. Da Giardien und andere Parasiten leicht behandelbar sind, aber unbehandelt Beschwerden machen, lohnt sich die Abklärung. Achten Sie zusätzlich auf begleitende Zeichen wie Appetitverlust, Mattigkeit oder häufigen Kotabsatz. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der strenge Geruch mit blutigem Durchfall und deutlicher Schwäche einhergeht, denn dann kann ein ernster Flüssigkeitsverlust drohen. Stellen Sie das Tier in diesem Fall umgehend vor.