Was bedeutet das?
Ein veränderter Kotabsatz umfasst Abweichungen von der gewohnten Häufigkeit, Menge, Form oder Konsistenz des Kots. Sowohl selteneres Absetzen von hartem, trockenem Kot, also Verstopfung, als auch häufiger, weicher oder wässriger Kot, also Durchfall, sind auffällig. Auch sehr dünne, bandartige Köttel können ein Hinweis auf eine Verengung im Enddarmbereich sein. Ursachen reichen von Futterumstellungen, zu wenig Flüssigkeit und Haarballen über Parasiten bis zu Darmentzündungen oder Erkrankungen innerer Organe. Da der Kot viel über die Verdauung und den Gesundheitszustand verrät, sind Veränderungen bei Aussehen und Absatzverhalten nützliche Beobachtungen. Wichtig sind dabei, wie lange die Veränderung besteht und ob Blut, Schleim oder Anstrengung beim Absetzen hinzukommen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Häufigkeit, Form und Konsistenz des Kots.
- wie oft Kot abgesetzt wird
- Konsistenz (hart, weich, flüssig)
- Form (z. B. dünn, bandartig)
- Blut- oder Schleimbeimengungen
Veränderter Kotabsatz bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein anhaltend veränderter Kotabsatz, besonders in Verbindung mit Blut, Schleim, Anstrengung oder Gewichtsverlust, sollte tierärztlich abgeklärt werden, um Verdauungs- oder Organerkrankungen zu erkennen. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Durchfall oder Verstopfung länger als kurze Zeit anhalten oder immer wiederkehren, statt sich nach einer Futterumstellung zu bessern. Da Parasiten und Futterunverträglichkeiten gut behandelbar sind, lohnt sich die Abklärung. Achten Sie zusätzlich auf begleitende Zeichen wie Fressunlust, Mattigkeit oder häufiges, erfolgloses Pressen auf der Toilette. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Katze mehrere Tage gar keinen Kot absetzt oder wenn blutiger Kot mit deutlicher Schwäche einhergeht. In diesen Fällen sollte das Tier umgehend vorgestellt werden, da ernste Ursachen vorliegen können.