Was bedeutet das?
Eine veränderte Stimme bedeutet, dass das Miauen heiser, leiser, rau, piepsig oder ganz tonlos klingt. Der Laut entsteht im Kehlkopf, wo Luftströmung die Stimmlippen in Schwingung versetzt. Verändert sich dort etwas, etwa durch eine Entzündung, Schwellung, gutartige Polypen, einen Tumor oder eine Lähmung, wirkt sich das direkt auf den Klang aus. Bei Katzen kann auch eine Atemwegsinfektion wie der Katzenschnupfen vorübergehend zu Heiserkeit führen. Wichtig ist, ob gleichzeitig die Atmung oder das Schlucken betroffen sind, denn Kehlkopf, Luftröhre und Speiseweg liegen eng beieinander. Weil die Bandbreite von harmlos bis ernst reicht, sollte eine anhaltende Stimmveränderung beobachtet und bei Bedarf abgeklärt werden.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Stimme und Begleitsymptome.
- Art der Veränderung (heiser, leise, stumm)
- Dauer der Veränderung
- Begleitsymptome wie Husten oder Atemgeräusche
- Schluckverhalten
Veränderte Stimme bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine kurzzeitige Heiserkeit im Rahmen eines Katzenschnupfens oder nach viel Lautieren bessert sich meist von selbst. Tierärztlich abgeklärt werden sollte eine Stimmveränderung, die länger als ein bis zwei Wochen anhält oder zunimmt, besonders wenn zusätzlich Schluckbeschwerden, verändertes Fressen oder eine auffällige Atmung bestehen. So lassen sich Ursachen wie Polypen oder Kehlkopfprobleme rechtzeitig erkennen. Beobachten Sie bis zum Termin, ob sich das Fressen oder die Atmung verändert. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Stimme mit Atemnot einhergeht oder wenn Ihre Katze gleichzeitig deutliche Schluckbeschwerden hat und nicht mehr frisst oder trinkt. Das kann auf eine Verengung im Kehlkopfbereich hindeuten, weshalb Sie dann umgehend eine Tierklinik aufsuchen sollten.