Was bedeutet das?
Übermäßiges Putzen bedeutet, dass die Katze sich deutlich häufiger oder intensiver leckt als sonst, oft konzentriert an immer derselben Körperstelle. Putzen ist eigentlich gesundes, beruhigendes Verhalten, doch wenn es zwanghaft wird, steckt meist ein Auslöser dahinter. Häufig sind es Juckreiz durch Flöhe, Allergien oder Hautprobleme, Schmerz an einer bestimmten Stelle wie einem Gelenk oder der Blase, oder Stress und innere Anspannung. Durch das ständige Lecken entstehen kahle Stellen, abgebrochene Haare oder wunde, entzündete Haut, oft an Bauch, Flanken oder Beinen. Wo genau und wie stark die Katze leckt, gibt wichtige Hinweise auf die Ursache. Beobachten Sie deshalb die betroffenen Stellen und ob die Katze zusätzlich kratzt oder unruhig wirkt.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, wo und wann die Katze sich putzt.
- bevorzugte Körperstellen (Bauch, Beine, Rücken, Flanken, Schwanzansatz)
- kahle oder wundgeleckte Bereiche
- Auslöser oder Stresssituationen
- Hinweise auf Flöhe oder Hautprobleme
Übermäßiges Putzen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Führt das übermäßige Putzen zu kahlen, abgeleckten oder wunden Stellen oder hält es über längere Zeit an, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden, denn dahinter stecken oft behandelbare Haut-, Schmerz- oder Stressprobleme. Sinnvoll ist ein Termin auch, wenn die Katze sich sichtbar unwohl fühlt, zusätzlich kratzt oder Hautveränderungen zeigt. Leckt sich die Katze nur vorübergehend etwas mehr, etwa in einer Umbruchsituation, und ist die Haut unversehrt, können Sie das Verhalten zunächst beobachten. Ein sofortiger Notfall ist selten, doch wundgeleckte, blutige Hautstellen sollten zeitnah versorgt werden, da sich offene Haut leicht entzündet. Suchen Sie in diesem Fall die Praxis auf, statt die Stelle nur zu beobachten, damit sich die Entzündung nicht ausbreitet und die Katze Ruhe findet.