Was bedeutet das?
Vermehrter Speichelfluss bedeutet, dass das Maul auffällig feucht ist oder zäher Schleim heraushängt, obwohl gesunde Reptilien meist ein eher trockenes Maul zeigen. Das kann entstehen, wenn die Maulschleimhaut entzündet ist, etwa bei einer Maulfäule, wenn das Schlucken gestört ist und sich Speichel ansammelt, oder als Reaktion auf eine Vergiftung. Manchmal ist auch zäher Schleim bei Atemwegserkrankungen sichtbar, der aus den oberen Atemwegen stammt. Vermehrter Speichelfluss ist daher ein vielseitiges Warnzeichen mit sehr unterschiedlichen möglichen Ursachen. Achten Sie darauf, ob das Tier noch normal frisst und schluckt, ob der Speichel klar, schleimig oder blutig ist und ob zusätzlich Atemprobleme, Beläge im Maul oder Krämpfe auftreten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- ob der Speichel zäh oder schaumig ist
- Beläge oder Rötungen im Maul
- ob das Tier Schluckprobleme hat
- mögliche Giftquellen
- Begleitzeichen wie Krämpfe
Vermehrter Speichelfluss bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Vermehrter Speichelfluss sollte tierärztlich abgeklärt werden, besonders bei Verdacht auf eine Maulfäule, eine Schluckstörung oder eine Vergiftung, da diese Ursachen unterschiedlich behandelt werden müssen. Da Reptilien ein trockenes Maul haben, ist deutlich vermehrter Speichel bereits ein auffälliges Zeichen. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn ein starker Speichelfluss mit Atemnot verbunden ist oder wenn er mit Krämpfen einhergeht, was auf eine Vergiftung oder eine schwere Störung hindeuten kann. Dann sollten Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Besteht ein Verdacht auf eine Vergiftung, nehmen Sie mögliche Auslöser oder Reste mit und halten Sie das Tier ruhig, warm und stabil, damit ihm der Speichel nicht die Atemwege verlegt.