Was bedeutet das?
Eine Schwellung am Oberschenkel betrifft bei vielen Echsen die Femoralporen, also die Duftdrüsen an der Innenseite der Hinterbeine. Wird das wachsartige Sekret nicht auf natürliche Weise abgetragen, härtet es zu Pfropfen aus, die wachsen, drücken und sich entzünden können. Auch ein Abszess, eine Gichtablagerung oder eine Verletzung können den Oberschenkel anschwellen lassen. Betroffen sind vor allem männliche Leguane, Bartagamen und Geckos, bei denen die Poren besonders aktiv sind. Kleine, unauffällige Pfropfen sind meist harmlos, doch stark verhärtete oder entzündete Stellen können Schmerzen bereiten und die Bewegung stören. Deshalb lohnt es sich, die Femoralporen regelmäßig anzuschauen und darauf zu achten, ob eine Schwellung wächst, hart wird oder sich entzündet.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- harte, hervorstehende Pfropfen an den Poren
- Rötung oder Entzündung um die Stelle
- ob das Tier die Hinterbeine normal bewegt
- Reiben oder Belecken der Stelle
- ob die Schwellung wächst
Schwellung am Oberschenkel bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Kleine, trockene Pfropfen an den Femoralporen sind meist harmlos und können zunächst beobachtet werden, besonders wenn das Tier nicht beeinträchtigt wirkt. Achten Sie darauf, ob eine Schwellung wächst, hart wird oder sich rötet, und ob genügend Feuchtigkeit und Gelegenheit zum natürlichen Abrieb vorhanden sind. Stark verhärtete, entzündete oder schmerzhafte Schwellungen sollten tierärztlich beurteilt und gegebenenfalls schonend entfernt werden. Versuchen Sie nicht, verhärtete Pfropfen selbst herauszudrücken, da dies das Gewebe verletzen kann. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Schwellung entzündet und schmerzhaft ist und dabei Eiter austritt, oder wenn sie das Tier stark in der Bewegung einschränkt. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern die Stelle rasch fachkundig versorgen lassen.