Was bedeutet das?
Schwanken bedeutet, dass sich der Körper des Pferdes unsicher und pendelnd bewegt, obwohl das Tier ruhig stehen oder gleichmäßig gehen möchte. Der Rumpf oder die Hinterhand kippt dabei seitlich weg, das Pferd sucht Halt und wirkt insgesamt wackelig. Dahinter stecken meist Probleme des Gleichgewichts oder des Nervensystems, etwa im Bereich des Innenohrs, des Rückenmarks oder des Gehirns. Auch Kreislaufschwäche oder starke Erschöpfung können ein Schwanken auslösen. Die Ursachen reichen von vorübergehenden bis zu ernsten Zuständen, gemeinsam ist ihnen jedoch eine deutlich erhöhte Sturzgefahr. Beobachten Sie, ob das Schwanken nur kurz auftritt oder anhält, ob es zunimmt und ob das Pferd zusätzlich schwach, benommen oder unkoordiniert wirkt. Diese Angaben sind für die tierärztliche Einordnung wichtig.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf das Ausmaß und Begleitzeichen:
- Schwanken der Hinterhand
- breitbeiniger Stand
- Stolpern und Vertreten
- begleitende Schwäche
Schwanken beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Schwanken ist ein dringendes Anzeichen, bei dem Sie zeitnah den Tierarzt einschalten sollten, denn ein Pferd, das sein Gleichgewicht nicht sicher hält, kann sich und Menschen in der Umgebung verletzen. Warten Sie mit dem Anruf nicht ab, sondern melden Sie die Beobachtung, sobald das Schwanken deutlich und wiederholt auftritt. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn das Pferd stark schwankt und ein Sturz droht oder wenn es bereits festliegt und nicht mehr sicher aufstehen kann. Verständigen Sie dann umgehend den Tierarzt. Sorgen Sie in der Zwischenzeit für einen rutschfesten, weichen Untergrund, entfernen Sie Gegenstände, an denen sich das Pferd verletzen könnte, und halten Sie ausreichend Abstand. Versuchen Sie nicht, ein taumelndes Pferd allein zu stützen, um sich nicht selbst zu gefährden.