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Herpesvirus-Infektion beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Die Herpesvirus-Infektion (EHV) ist eine weit verbreitete Viruserkrankung des Pferdes, die je nach Virustyp sehr unterschiedliche Beschwerden hervorruft. Am häufigsten verursacht sie einen Atemwegsinfekt mit Fieber, Husten und Nasenausfluss, besonders bei jungen Pferden. Bei trächtigen Stuten kann das Virus zu Aborten führen, und in selteneren Fällen greift es das Nervensystem an und löst schwere neurologische Ausfälle aus. Charakteristisch ist, dass sich das Virus im Körper einnisten und nach Stress wieder aktiv werden kann, sodass infizierte Pferde zeitweise Ausscheider sind. Dadurch verbreitet sich EHV leicht im Bestand. Wegen der möglichen schweren Verläufe mit Aborten oder Nervenschäden zählt die Herpesvirus-Infektion zu den bedeutenden und gefürchteten ansteckenden Erkrankungen beim Pferd.

Typische Anzeichen

Die Symptome hängen von der Verlaufsform ab:

  • Fieber und Nasenausfluss bei der Atemwegsform
  • Husten und Mattigkeit
  • Aborte bei trächtigen Stuten
  • Koordinationsstörungen bei der Nervenform

Mögliche Ursachen

Das Virus verbreitet sich leicht:

  • Kontakt zu infizierten Pferden
  • Reaktivierung unter Stress
  • Verschleppung über Personen
  • enger Bestand ohne Quarantäne

Was Sie tun können

Isolieren Sie betroffene Pferde und vermeiden Sie Bestandsbewegungen bei Verdacht. Strikte Hygiene und Stressreduktion sind wichtig.

Herpesvirus-Infektion beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Die Herpesvirus-Infektion ist als dringend einzustufen, weshalb Sie bei entsprechenden Anzeichen zeitnah reagieren sollten. Bei Fieber, Husten und Nasenausfluss, bei einem Abort einer Stute oder bei ersten neurologischen Auffälligkeiten sollten Sie den Tierarzt verständigen und das betroffene Pferd von anderen trennen, um Ansteckungen zu vermeiden. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Koordinationsstörungen, Schwanken, Festliegen oder Lähmungserscheinungen auftreten, wenn hohes Fieber mit deutlicher Schwäche besteht oder wenn eine trächtige Stute verwirft; in diesen Fällen holen Sie umgehend tierärztliche Hilfe. Sorgen Sie zudem für strikte Hygiene und schotten Sie den Bestand ab, da EHV sehr ansteckend ist. Informieren Sie den Stall frühzeitig, damit gefährdete Pferde geschützt und die Ausbreitung eingedämmt werden kann.

Wann wird es zum Notfall?
  • Koordinationsstörungen, Festliegen oder Lähmungserscheinungen
  • Hohes Fieber mit deutlicher Schwäche
  • Abort bei trächtigen Stuten
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.