Was bedeutet das?
Erhöhte Schreckhaftigkeit bedeutet, dass ein Kaninchen ungewöhnlich heftig und schnell auf Geräusche, Bewegungen oder Berührungen reagiert und leichter in Panik gerät als sonst. Das ist bedeutsam, weil eine plötzliche Zunahme der Schreckhaftigkeit auf ein nachlassendes Sehvermögen hinweisen kann, bei dem sich das Tier von herannahenden Dingen überrascht fühlt, weil es sie zu spät bemerkt. Ebenso können Schmerzen, Stress, eine ungünstige Haltung oder eine allgemeine Erkrankung dahinterstecken. Da Kaninchen als Beutetiere von Natur aus wachsam sind, ist entscheidend die Veränderung im Vergleich zum bisherigen Verhalten. Weil Panikreaktionen zu Stürzen und Verletzungen führen können, ist es wichtig, die Auslöser und Begleitzeichen genau zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf die Umstände:
- Erschrickt das Tier vor allem bei plötzlicher Annäherung
- Sind die Augen verändert oder trüb
- Stößt es an Hindernisse
- Gibt es Hinweise auf Schmerzen
- Hat sich die Umgebung verändert
Erhöhte Schreckhaftigkeit beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine deutlich erhöhte Schreckhaftigkeit sollte tierärztlich abgeklärt werden, da nachlassendes Sehvermögen oder Schmerzen dahinterstecken können, die eine gezielte Untersuchung erfordern. Beobachten Sie, in welchen Situationen das Tier erschrickt, und sorgen Sie für eine ruhige, reizarme Umgebung ohne plötzliche Bewegungen. Ein sofortiger Notfall ist es meist nicht, dennoch sollten Sie zügig eine Praxis aufsuchen, wenn die Schreckhaftigkeit mit Orientierungslosigkeit einhergeht oder wenn sich das Verhalten plötzlich ändert und das Kaninchen zugleich apathisch und teilnahmslos wirkt. Solche Kombinationen deuten auf eine ernstere zugrunde liegende Störung hin. Nähern Sie sich dem Tier ruhig und kündigen Sie sich an, um unnötigen Stress und Verletzungen zu vermeiden.