VetGuru

Pferd scheuert Mähne und Schweif: Ursachen und Warnzeichen

Tierart:Pferde

Ursachen und Dringlichkeit können sich je nach Tierart unterscheiden.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Beobachten
Zustand im Blick behalten, bei Verschlechterung zum Tierarzt.

Was bedeutet das?

Scheuern an Mähne und Schweif ist ein intensiver Scheuerdrang, bei dem sich das Pferd wiederholt an Zäunen, Wänden oder Boxenkanten reibt, bis kahle, gescheuerte Stellen entstehen. Dahinter steckt fast immer Juckreiz. Eine sehr häufige Ursache ist das Sommerekzem, eine allergische Reaktion auf Insektenstiche, das vor allem in der warmen Jahreszeit auftritt. Ebenso können Parasiten wie Milben oder Haarlinge, trockene Haut, Pilzinfektionen oder Rückstände von Pflegeprodukten den Juckreiz auslösen. Meist ist das Scheuern kein Notfall, kann aber auf Dauer die Haut schädigen. Weil sich die Ursachen ähneln, aber unterschiedlich behandelt werden, ist Beobachtung wichtig: Achten Sie darauf, wann und wo das Scheuern auftritt, ob die Haut gerötet, schuppig oder offen ist und ob mehrere Tiere betroffen sind.

Worauf Sie achten sollten

Achten Sie auf Ort und Ausmaß:

  • gescheuerte Stellen an Mähnenkamm und Schweifrübe
  • abgebrochene Haare
  • verdickte oder wunde Haut
  • Verstärkung in der Mueckenzeit

Scheuern an Mähne und Schweif beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Leichtes, gelegentliches Scheuern ist zunächst harmlos, sollte aber beobachtet werden. Nimmt das Scheuern zu, entstehen kahle Stellen oder wirkt die Haut gereizt, ist es sinnvoll, die Ursache tierärztlich abklären zu lassen, damit der Juckreiz gezielt behandelt werden kann. Dringlicher wird es, wenn durch das intensive Scheuern offene, blutige Scheuerwunden mit Anzeichen einer Entzündung entstehen – geschwollene, warme oder nässende Hautstellen sollten zeitnah tierärztlich versorgt werden, um eine Infektion zu vermeiden. Achten Sie außerdem darauf, ob Ihr Pferd unruhig wirkt oder sich das Fell großflächig verändert. Solange keine offenen Wunden vorliegen, können Sie durch Insektenschutz und Hautpflege unterstützen, sollten aber bei anhaltendem oder sich verschlechterndem Scheuern einen Termin vereinbaren. Notieren Sie betroffene Stellen und Auslöser, um die Abklärung zu erleichtern.

Wann ist es ein Notfall?
  • offene, blutige Scheuerwunden mit Entzuendung

Mögliche Ursachen

Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.