Was bedeutet das?
Pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche entstehen, wenn die Atemwege verengt sind oder sich Schleim in ihnen befindet. Die Luft strömt dann nicht mehr frei, sondern erzeugt hörbare Geräusche beim Ein- oder Ausatmen. Bei Reptilien deutet das meist auf eine Atemwegsinfektion hin, bei der sich in den Atemwegen oder der Lunge Sekret ansammelt. Da Reptilien Schleim kaum abhusten können, verbleibt er in den Atemwegen und macht sich durch solche Geräusche bemerkbar. Häufig spielen zu niedrige Temperaturen oder Zugluft eine begünstigende Rolle. Achten Sie darauf, ob zusätzlich Schleim an der Nase, eine Maulatmung, eine aufgerichtete Haltung oder Schwäche auftreten, und beobachten Sie, wie sich die Geräusche im Verlauf entwickeln.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- ob die Geräusche bei jedem Atemzug auftreten
- ob das Tier mit offenem Maul atmet
- Schleim oder Blasen an der Nase
- die Temperatur im Terrarium
- Begleitzeichen wie Appetitlosigkeit
Pfeifende oder rasselnde Atmung bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Pfeifende oder rasselnde Atmung sollte tierärztlich abgeklärt werden, da meist eine Atemwegsinfektion dahintersteckt, die behandelt werden muss, bevor sich eine Lungenentzündung entwickelt. Reptilien zeigen solche Erkrankungen oft erst spät deutlich, sodass hörbare Geräusche bereits ein wichtiges Signal sind. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die pfeifende Atmung mit einer Maulatmung einhergeht oder wenn Atemnot mit Schleimblasen auftritt. Dann sollten Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Sorgen Sie in der Zwischenzeit für die artgerechte, eher am oberen Rand liegende Wärme, vermeiden Sie Zugluft und Stress und transportieren Sie das Tier ruhig, da Wärme und Ruhe die Atmung erleichtern und das Immunsystem unterstützen.