Was ist das?
Von einer Schwimmstörung spricht man, wenn eine Wasserschildkröte nicht mehr waagerecht und ausgeglichen im Wasser liegt. Betroffene Tiere kippen zur Seite, schwimmen einseitig oder können nicht mehr richtig abtauchen. Häufig steckt dahinter eine Lungenentzündung, bei der sich eine Lungenseite mit Sekret füllt und dadurch ihren Auftrieb verändert, sodass die Schildkröte in Schieflage gerät. Auch Blähungen im Verdauungstrakt, eingeatmetes Wasser oder Tumoren können die Lage im Wasser stören. Weil die Lunge und die Gasverteilung im Körper den Auftrieb bestimmen, weist eine Schieflage fast immer auf ein ernstes inneres Problem hin. Eine Schwimmstörung ist deshalb ein wichtiges Warnzeichen, das auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hindeutet und nicht ignoriert werden sollte.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Schwimmstörung sind:
- schiefes, einseitiges Schwimmen
- Probleme beim Abtauchen oder Auftauchen
- Atemgeräusche oder Maulatmung
- Teilnahmslosigkeit
- Appetitlosigkeit
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- einseitige Lungenentzündung
- Blähungen oder Verdauungsstörungen
- eingeatmetes Wasser
- Tumoren oder Flüssigkeitsansammlungen
Was Sie tun können
Senken Sie den Wasserstand, damit das Tier leicht Luft holen und ruhen kann, und sorgen Sie für korrekte Wassertemperaturen. Beobachten Sie die Atmung genau.
Schwimmstörung (Wasserschildkröte) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Schwimmstörung ist dringend abzuklären, da meist eine Lungenentzündung dahintersteckt. Bemerken Sie, dass Ihre Wasserschildkröte schief im Wasser liegt, zur Seite kippt, einseitig schwimmt oder nicht mehr abtauchen kann, sollten Sie sie zeitnah tierärztlich untersuchen lassen. Halten Sie das Tier bis dahin in flachem Wasser, in dem es den Kopf sicher über die Oberfläche halten kann. Beobachten Sie, ob die Schieflage zunimmt oder das Tier matter wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei hörbaren Atemgeräuschen, bei Atmen mit offenem Maul oder bei Teilnahmslosigkeit und Futterverweigerung. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Sorgen Sie in der Zwischenzeit für gewohnte Wärme und einen leicht erreichbaren Landteil.