Was bedeutet das?
Ein Ohrgeruch entsteht, wenn sich im Gehörgang durch eine Entzündung vermehrt Bakterien, Hefepilze oder Sekret ansammeln. Ein gesundes Katzenohr riecht neutral und ist innen sauber. Ein muffiger, fauliger oder hefig-süßlicher Geruch deutet daher auf eine Ohrentzündung hin, oft begleitet von dunklem Sekret, Rötung, Kratzen am Ohr und Kopfschütteln. Die Ursachen sind vielfältig: Neben Bakterien und Pilzen kommen bei Katzen häufig Ohrmilben infrage, deren Sekret typischerweise dunkelbraun und krümelig ist. Auch Fremdkörper oder Allergien können eine Entzündung auslösen. Weil eine unbehandelte Ohrentzündung schmerzhaft wird und tiefer wandern kann, sollten Geruch und begleitende Anzeichen aufmerksam beobachtet werden.
Worauf Sie achten sollten
Riechen und schauen Sie vorsichtig in die Ohren.
- Art des Geruchs (faulig, hefig)
- Sekret im Ohr (dunkel, eitrig)
- Kratzen oder Kopfschütteln
- Rötung oder Schmerz
Ohrgeruch bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein einmaliger, leichter Geruch ohne weitere Anzeichen kann kurz beobachtet werden. Tierärztlich abgeklärt werden sollte ein Ohrgeruch, der anhält oder zunimmt, besonders wenn zusätzlich dunkles oder eitriges Sekret, Rötung, häufiges Kratzen oder Kopfschütteln auftreten. Reinigen Sie das Ohr nicht auf eigene Faust mit Stäbchen oder Hausmitteln, da Sie Schmutz tiefer schieben oder empfindliches Gewebe verletzen können. Erst eine Untersuchung, oft mit einem Blick ins Ohr und einer Sekretprobe, klärt, ob Bakterien, Pilze oder Milben die Ursache sind. Ein sofortiger Notfall ist selten, doch bei starkem Geruch mit deutlichem Schmerz und Kopfschiefhaltung sollten Sie zeitnah eine Tierklinik aufsuchen, da eine tiefe oder das Innenohr betreffende Entzündung dahinterstecken kann.