Was bedeutet das?
Nesteln und Unruhe zeigen sich, wenn ein Hund nicht zur Ruhe kommt, häufig den Liegeplatz wechselt, scharrt, hin- und herläuft oder immer wieder aufsteht und sich hinlegt. Solches Verhalten ist oft ein Ausdruck von Unwohlsein, denn ein Hund, der Schmerzen, Übelkeit oder innere Anspannung verspürt, sucht rastlos nach einer erträglichen Position. Die Ursachen reichen von Bauchbeschwerden über Herz- oder Atemprobleme bis zu Schmerzen im Bewegungsapparat. Auch Angst oder Stress können sich so äußern. Da anhaltende Unruhe ein wichtiges und manchmal frühes Warnzeichen für ein ernstes Problem sein kann, sollte sie im Zusammenhang mit dem übrigen Befinden aufmerksam beobachtet und eingeordnet werden, statt sie vorschnell als Nervosität abzutun.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Verhalten in Ruhephasen und achten Sie auf folgende Punkte:
- Ob der Hund trotz Müdigkeit nicht liegen bleiben kann
- Begleitendes Hecheln, Jammern oder Zittern
- Auffälligkeiten am Bauch wie Aufblähung oder Berührungsempfindlichkeit
- Veränderter Appetit oder Erbrechen
- Bei Hündinnen ungewöhnlicher Scheidenausfluss
Nesteln und Unruhe beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie Ihren Hund tierärztlich untersuchen, wenn die Unruhe über Stunden anhält, immer wiederkehrt oder von weiteren Krankheitszeichen wie Hecheln, Jammern, Fressunlust oder verändertem Bauchumfang begleitet wird. Beobachten Sie, ob Ihr Hund eine bestimmte Haltung meidet oder besonders empfindlich auf Berührung reagiert. Je eher die Ursache erkannt wird, desto gezielter lässt sie sich behandeln. Zum sofortigen Notfall wird die Situation, wenn die Unruhe mit einem sichtbar aufgeblähten Bauch und erfolglosem Würgen einhergeht, denn dies kann auf eine lebensbedrohliche Magendrehung hindeuten. Auch anhaltendes starkes Hecheln und Jammern ohne erkennbaren Grund sind alarmierend. In diesen Fällen sollten Sie umgehend eine Praxis oder einen Notdienst aufsuchen.