Was bedeutet das?
Das Nachschleifen eines Beins bedeutet, dass eine Gliedmaße nicht mehr aktiv bewegt, sondern leblos hinterhergezogen wird. Dahinter steckt meist eine Schädigung von Nerven oder Wirbelsäule, durch die die Steuerung des Beins gestört ist – man spricht von einer Teillähmung. Ursachen können Stürze, Quetschungen, Bandscheiben- oder Wirbelprobleme sein, aber auch eine schmerzhafte Erkrankung, die das Tier das Bein schonen lässt. Das Nachschleifen unterscheidet sich vom Humpeln dadurch, dass das Bein gar nicht mehr richtig gehalten oder aufgesetzt wird. Beobachten Sie, ob ein oder beide Beine betroffen sind, ob das Tier das Bein noch spürt und wegzieht und ob die Störung plötzlich oder allmählich aufgetreten ist, denn das hilft, den Ernst der Lage einzuschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Bewegung:
- Leblos hinterhergezogenes Bein
- Fehlende Reaktion bei Berührung
- Wunde Stellen durch Schleifen
- Vorausgegangener Sturz oder Sprung
Nachschleifen eines Beins bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein nachgeschlepptes Bein sollte rasch tierärztlich untersucht werden, da Nerven- oder Wirbelsäulenschäden dahinterstecken können und rasches Handeln die Aussichten verbessert. Warten Sie nicht ab, vor allem wenn das Tier Schmerzen zeigt oder sich kaum noch bewegt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn plötzlich beide Hinterbeine nachgeschleift werden – das deutet auf eine akute Schädigung des Rückenmarks hin und erfordert umgehende Hilfe. Bewegen Sie das Tier bis zum Termin so wenig wie möglich und transportieren Sie es in einer flachen, gut gepolsterten Box. Bieten Sie Futter und Wasser gut erreichbar an. Je schneller die Ursache abgeklärt wird, desto größer ist die Chance, die Beweglichkeit zu erhalten.