Was ist das?
Bei einer Wirbelsäulenverletzung sind die Knochen der Wirbelsäule und oft auch das darin verlaufende Rückenmark geschädigt. Das Rückenmark leitet alle Nervensignale zwischen Gehirn und hinterem Körper. Wird es gequetscht oder durchtrennt, fallen Bewegung, Gefühl und manchmal auch die Kontrolle über Blase und Darm in der hinteren Körperhälfte aus. Solche Verletzungen entstehen schnell, etwa durch unsachgemäßes Hochheben, und sind ein Notfall.
Typische Anzeichen
Eine Wirbelsäulenverletzung zeigt sich dramatisch:
- Plötzliche Lähmung der Hinterbeine
- Nachschleifen der Hinterhand
- Fehlendes Gefühl in den Hinterbeinen
- Unkontrollierter Harn- und Kotabsatz
- Schmerzen und Apathie
Mögliche Ursachen
Solche Verletzungen entstehen durch Gewalteinwirkung:
- Stürze aus der Höhe
- Falsches, ruckartiges Hochheben oder Festhalten
- Quetschungen, etwa durch Türen oder Tritte
- Sehr instabile Knochen durch Mangelernährung
Was Sie tun können
Bewegen Sie das Tier so wenig wie möglich und transportieren Sie es flach und ruhig in einer kleinen, gepolsterten Box. Vermeiden Sie jedes Verdrehen des Rückens.
Wann zum Tierarzt
Eine Wirbelsäulenverletzung ist ein Notfall und muss sofort tierärztlich beurteilt werden, da rasches Handeln über die Chancen entscheidet.