Was bedeutet das?
Atmung mit offenem Maul ist bei Reptilien fast immer ein ernstes Warnzeichen, denn gesunde Tiere atmen ruhig und unauffällig durch die Nase. Öffnet ein Tier zum Atmen das Maul, bekommt es über die Nase nicht genug Luft, etwa weil die Atemwege durch Schleim bei einer Atemwegsinfektion verlegt sind. Auch eine Überhitzung kann zu einer hechelartigen Maulatmung führen, und bei Schlangen kann zusätzlich eine Virusinfektion dahinterstecken. Die Bandbreite der Ursachen ist also groß, doch das Zeichen selbst deutet immer auf eine erschwerte Atmung hin. Achten Sie darauf, ob zusätzlich Geräusche, Schleim, eine aufgerichtete Haltung oder eine blasse oder bläuliche Schleimhaut auftreten und wie sich die Umgebungstemperatur verhält.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- ob Schleim oder Blasen an der Nase austreten
- Atemgeräusche wie Pfeifen oder Rasseln
- ob das Terrarium überhitzt ist
- die Körperhaltung beim Atmen
- Begleitzeichen wie Schwäche
Atmung mit offenem Maul bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Atmung mit offenem Maul ist ein dringendes bis notfallartiges Zeichen und sollte rasch von einem reptilienkundigen Tierarzt abgeklärt werden, da erschwerte Atmung für Reptilien lebensbedrohlich sein kann. Wirken Überhitzung oder eine falsch eingestellte Wärmequelle als Auslöser plausibel, sollten Sie die Temperatur sofort auf artgerechte Werte bringen. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn eine anhaltende Maulatmung mit Schleim verbunden ist oder wenn die Schleimhaut dabei blau oder blass erscheint. Dann müssen Sie das Tier ohne Verzögerung vorstellen. Transportieren Sie es ruhig, in einer für die Art passenden Wärme und ohne zusätzlichen Stress, und halten Sie es aufrecht und stabil, damit ihm das Atmen unterwegs so leicht wie möglich fällt.