VetGuru

Paramyxovirus-Infektion beim Reptil: Anzeichen und was zu tun ist

auch: Paramyxovirus · OPMV · Virusinfektion

Reptilien★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
Sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Was ist das?

Die Paramyxovirus-Infektion ist eine schwere Viruserkrankung, die vor allem bei Schlangen vorkommt. Das Virus befällt in erster Linie die Atemwege und kann darüber hinaus das Nervensystem schädigen. Erkrankte Tiere zeigen deshalb oft Atemnot, Speichelfluss oder Pfeifgeräusche und später nervöse Störungen wie eine verdrehte Kopfhaltung, Zittern oder Bewegungsstörungen. Das Virus überträgt sich leicht von Tier zu Tier über Sekrete und Kontakt, sodass in einer Haltung schnell mehrere Schlangen betroffen sein können. Neuzugänge ohne Quarantäne gelten als besonderes Risiko. Der Verlauf ist häufig tödlich, und es gibt keine einfache Heilung, weshalb der Vorbeugung durch Quarantäne und Hygiene große Bedeutung zukommt. Die Paramyxovirus-Infektion ist damit eine gefürchtete, hoch ansteckende Bestandserkrankung.

Typische Anzeichen

Anzeichen können sein:

  • Atmen mit offenem Maul und Schleim
  • Sekret an der Nase
  • verdrehte Kopfhaltung (Sternengucken)
  • Schwäche und Teilnahmslosigkeit
  • Krämpfe und Koordinationsstörungen

Mögliche Ursachen

Begünstigend wirken:

  • Kontakt zu infizierten Schlangen
  • fehlende Quarantäne
  • gemeinsame Nutzung von Ausrüstung
  • Stress und Überbesatz

Was Sie tun können

Trennen Sie verdächtige Tiere sofort von den anderen und führen Sie strikte Hygiene mit getrennten Geräten durch. Halten Sie konsequent Quarantäne bei jedem Neuzugang ein.

Paramyxovirus-Infektion bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?

Bei Atemnot in Verbindung mit nervösen Auffälligkeiten wie einer verdrehten Kopfhaltung, Zittern oder Bewegungsstörungen handelt es sich um einen Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine reptilienkundige Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor. Auch bei alleiniger, unklarer Atemnot einer Schlange ist sofortiges Handeln geboten, statt den Verlauf abzuwarten. Zeigen plötzlich mehrere Tiere ähnliche Symptome, ist besondere Eile geboten, da sich das Virus schnell im Bestand ausbreitet; gleiches gilt für Krankheitszeichen bei neu erworbenen Schlangen. Weil diese Infektion meist schwer verläuft, entscheidet frühes Handeln über den Schutz des gesamten Bestands. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis sich auf ein ansteckungsverdächtiges Reptil einstellen kann – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los.

Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail