Was bedeutet das?
Eine Lähmung bedeutet, dass Ihr Hund die Kontrolle oder Kraft über eine oder mehrere Gliedmaßen ganz oder teilweise verliert und sie nicht mehr bewegen oder belasten kann. Sie entsteht meist durch Störungen im Bereich von Rückenmark, Nerven oder Gehirn, etwa bei Bandscheibenvorfällen oder Durchblutungsstörungen. Die Ausprägung reicht von einer teilweisen Schwäche bis zum vollständigen Ausfall einer Gliedmaße. Eine Lähmung ist immer ein Notfall, weil das Nervensystem betroffen ist und schnelles Handeln entscheidend sein kann. Häufig geht sie mit Schmerzen, Unsicherheit oder Empfindungsverlust einher. Je früher die Ursache erkannt wird, desto eher lassen sich bleibende Folgeschäden begrenzen. Achten Sie darauf, welche Beine betroffen sind und ob Ihr Hund noch Schmerz empfindet.
Worauf Sie achten sollten
Bleiben Sie ruhig und beobachten Sie das Ausmaß der Lähmung.
- Welche Gliedmaßen betroffen sind und ob noch Bewegung oder Gefühl vorhanden ist
- Ob die Lähmung plötzlich oder allmählich aufgetreten ist
- Ob Ihr Hund Schmerzen zeigt oder völlig regungslos ist
- Ob er Harn oder Kot nicht mehr kontrollieren kann
- Begleitzeichen wie Bewusstseinstrübung oder Atemprobleme
Lähmung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Lähmung ist ein tierärztlicher Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine für Hunde geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihren Hund ohne Verzögerung dort vor. Warten Sie nicht ab, ob sich die Beweglichkeit von selbst bessert, denn bei Nervenschäden zählt oft jede Stunde. Ein plötzlicher Ausfall der Hinterhand oder aller Beine sowie die Unfähigkeit, überhaupt noch zu stehen oder zu laufen, erfordern sofortiges Handeln; auch eine teilweise, sich langsam entwickelnde Schwäche gehört rasch abgeklärt, da sie in eine vollständige Lähmung übergehen kann. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Klinik vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los, ohne die Fahrt durch weitere Anrufe zu verzögern.