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Fibrocartilaginöse Embolie beim Hund: Anzeichen und was zu tun ist

auch: FCE · Rückenmarksinfarkt

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die fibrocartilaginöse Embolie, kurz FCE, ist eine Art Schlaganfall des Rückenmarks. Dabei verstopft plötzlich kleines Bandscheibenmaterial ein Blutgefäß, das einen Abschnitt des Rückenmarks mit Blut versorgt. Das betroffene Rückenmarksgewebe wird daraufhin nicht mehr durchblutet und kann Nervensignale nicht mehr weiterleiten. Die Folge sind meist plötzliche, häufig einseitige Lähmungen, die oft während des Spielens oder Tobens beginnen. Charakteristisch für die FCE ist, dass der Vorfall in der Regel nicht schmerzhaft ist und sich nach dem anfänglichen Ereignis nicht weiter verschlimmert. Für den Hund bedeutet eine FCE einen abrupten Ausfall von Bewegung oder Gefühl in den betroffenen Gliedmaßen, dessen Ausmaß von der Größe des verschlossenen Gefäßes abhängt. Viele Hunde zeigen im weiteren Verlauf eine deutliche Besserung, sobald sich das betroffene Gewebe wieder erholt.

Typische Anzeichen

Eine FCE zeigt sich durch einen plötzlichen, schmerzlosen Ausfall.

  • ganz plötzlich auftretende Schwäche oder Lähmung
  • häufig nur eine Körperseite oder ein Bein betroffen
  • Nachschleifen einer Gliedmaße
  • meist keine erkennbaren Schmerzen
  • gleichbleibende, nicht fortschreitende Ausfälle

Mögliche Ursachen

Auslöser einer fibrocartilaginösen Embolie ist eine Gefäßverstopfung im Rückenmark.

  • eingeschwemmtes Bandscheibenmaterial in ein Gefäß
  • häufig im Zusammenhang mit Bewegung oder Sprüngen
  • begünstigung bei bestimmten Rassen
  • plötzliche Belastung der Wirbelsäule
  • individuelle, oft nicht vorhersehbare Faktoren

Was Sie tun können

Halten Sie Ihren Hund ruhig und bewegen Sie ihn vorsichtig, um die Wirbelsäule nicht zusätzlich zu belasten. Lagern Sie ihn weich und unterstützen Sie ihn beim Aufstehen. Beobachten Sie genau, welche Gliedmaßen betroffen sind und ob er Schmerzen zeigt.

Fibrocartilaginöse Embolie beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Eine plötzlich auftretende Lähmung sollten Sie umgehend tierärztlich abklären lassen, denn auch wenn die fibrocartilaginöse Embolie selbst nicht fortschreitet, ist die Abgrenzung zu anderen, teils behandlungsbedürftigen Rückenmarkserkrankungen wie einem Bandscheibenvorfall wichtig. Ein solcher akuter Ausfall gilt als Notfall: Fahren Sie ohne Abwarten in eine für Hunde geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihren Hund dort unverzüglich vor. Achten Sie unterwegs darauf, ob die Lähmung schmerzhaft erscheint oder sich verschlimmert, und schildern Sie diese Beobachtungen sowie den genauen Zeitpunkt des Beginns vor Ort. So lassen sich Schweregrad und weiterer Verlauf frühzeitig einschätzen und die Betreuung in den ersten Tagen sinnvoll planen. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man Sie dort erwartet; erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch den Anruf nicht aufhalten.

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