Was bedeutet das?
Atemnot bedeutet, dass ein Hund sichtbar Mühe hat zu atmen. Er atmet schneller oder angestrengter als normal, setzt die Bauchmuskeln stark ein, streckt Hals und Kopf vor oder nimmt eine bestimmte Haltung ein, um besser Luft zu bekommen. Manche Hunde wollen sich nicht mehr hinlegen und wirken unruhig oder ängstlich. Ursachen können Erkrankungen von Herz und Lunge, Flüssigkeit im Brustraum, eine Verlegung oder Verengung der Atemwege, ein Fremdkörper oder allergische Reaktionen sein. Weil eine ausreichende Sauerstoffversorgung lebenswichtig ist, zählt Atemnot zu den dringlichsten Symptomen überhaupt und kann sich innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich zuspitzen. Hier ist sofortiges, ruhiges Handeln entscheidend.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Atmung und Haltung, ohne Ihren Hund zusätzlich zu stressen.
- erhöhte oder angestrengte Atemfrequenz in Ruhe
- Streckhaltung von Hals und Kopf, geöffnetes Maul
- Farbe der Schleimhäute (blass oder bläulich)
- Geräusche wie Pfeifen oder Rasseln
- Unruhe oder Panik
Atemnot beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Atemnot ist immer ein Notfall: Bringen Sie Ihren Hund sofort und möglichst stressfrei in tierärztliche Behandlung, denn jede vermiedene Aufregung entlastet die Atmung. Vermeiden Sie Druck auf Hals und Brustkorb, halten Sie ihn kühl und lassen Sie ihm die Haltung, die ihm die Atmung erleichtert. Besonders dringlich ist die Lage, wenn sich die Schleimhäute bläulich oder blass verfärben, Ihr Hund mit weit geöffnetem Maul und gestrecktem Hals nach Luft ringt oder in Panik gerät. Auch wenn er zusammenbricht oder das Bewusstsein verliert, zählt jede Minute. Warten Sie in keinem Fall ab, ob sich die Atmung von selbst bessert, sondern kündigen Sie Ihr Kommen in der Praxis oder Klinik möglichst vorher an.