Was bedeutet das?
Schuppen bedeuten, dass die Haut des Pferdes vermehrt abgestorbene Hautzellen abstößt, die als weißliche oder gräuliche Flöckchen im Fell sichtbar werden. Besonders auffällig sind sie oft an Mähnenkamm, Schweifansatz oder an Stellen, an denen das Fell aufliegt. Schuppen sind ein Zeichen einer Hautreizung oder einer gestörten Hautgesundheit. Ursachen können trockene Haut, unpassende Pflege, Parasiten wie Milben, Pilzerkrankungen, Allergien oder ein Nährstoffmangel sein. Auch Reibung durch Ausrüstung oder ein feuchtes Fell begünstigen Schuppen. Die Bandbreite reicht von harmlosen, vorübergehenden Reizungen bis zu behandlungsbedürftigen Hauterkrankungen. Beobachten Sie, ob die Schuppen nur örtlich oder am ganzen Körper auftreten, ob das Pferd sich juckt oder scheuert, ob kahle Stellen oder Krusten entstehen und ob die Haut gerötet ist. Diese Beobachtungen helfen dem Tierarzt bei der Einordnung.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Verteilung und Begleitzeichen:
- schuppige Stellen im Fell
- begleitender Juckreiz
- kahle oder krustige Bereiche
- trockene oder fettige Haut
Schuppen beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Schuppen sind meist ein Anzeichen zum Beobachten. Prüfen Sie zunächst Pflege, Fütterung und Haltung, denn oft bessert sich das Hautbild, wenn diese Grundlagen stimmen und die Haut nicht zusätzlich gereizt wird. Beobachten Sie über einige Zeit, ob die Schuppen zunehmen oder abklingen. Ziehen Sie den Tierarzt hinzu, wenn die Schuppen stark sind, mit Juckreiz, kahlen Stellen, Krusten oder geröteter Haut einhergehen oder wenn sich das Fell sichtbar verschlechtert, denn dann kann eine behandlungsbedürftige Hauterkrankung wie ein Parasiten- oder Pilzbefall dahinterstecken. Ein sofortiger Notfall ist bei Schuppen nicht zu erwarten. Vermeiden Sie bis zum Tierarztbesuch scharfe oder ungeeignete Pflegemittel, halten Sie das Fell sauber und trocken und beobachten Sie, ob sich das Pferd vermehrt scheuert.