Was bedeutet das?
Ein Vogel kann mit einer Kralle, einer Zehe, dem Bein oder einem Fußring an Käfiggittern, Spielzeugketten, Fäden, Stoffgeweben oder Ähnlichem hängenbleiben. Sobald er merkt, dass er festsitzt, gerät er meist in Panik, flattert und zappelt heftig und versucht sich mit aller Kraft zu befreien. Genau dieses panische Zerren ist gefährlich: Der Vogel kann sich dabei Knochen brechen, Sehnen oder Gelenke verletzen, die Zehe auskugeln oder sich die Blutzufuhr zu einer Zehe abschnüren. Festhängen ist deshalb ein Notfall, bei dem schnelles, aber besonnenes Handeln nötig ist. Wichtig ist, den Vogel möglichst rasch, zugleich aber vorsichtig zu befreien, ohne durch hektisches Ziehen zusätzliche Verletzungen zu verursachen.
Worauf Sie achten sollten
Erkennen Sie die Gefahrenstellen:
- Festhängen an Gittern, Fäden oder Spielzeug
- panisches Zappeln und Flügelschlagen
- eingeklemmtes Bein, Zehe oder Fußring
- Verletzungen oder Blutungen nach dem Befreien
- abgeschnürte oder verfärbte Zehe
Hängenbleiben und Festhängen bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein festhängender Vogel ist immer ein Notfall, denn schon wenige Minuten panisches Zappeln können zu Brüchen oder gefährlichen Abschnürungen führen. Befreien Sie den Vogel deshalb sofort, aber vorsichtig, indem Sie ihn mit einer Hand behutsam stützen und die einklemmende Stelle, den Faden oder Ring langsam lösen, statt am Tier zu ziehen. Vermeiden Sie dabei zusätzliche Panik und arbeiten Sie ruhig. Ist der Vogel befreit, sollten Sie ihn anschließend einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen, auch wenn er zunächst unversehrt wirkt, da Brüche, Sehnenschäden oder Abschnürungen leicht übersehen werden. Besondere Eile ist geboten, wenn ein Bein oder eine Zehe blau, kalt oder geschwollen ist, unnatürlich absteht, blutet oder der Vogel es gar nicht mehr belastet. Halten Sie ihn bis dahin warm und ruhig.